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Familiendynamik Heft 4/2013
1/2013 - 2/2013 - 3/2013 - 4/2013 - Überblick


Borst, Ulrike (2013): Editorial: Pflegefamilien professionalisieren zu wollen wäre paradox. In: Familiendynamik 38 (4): 265-265.


Wolf, Klaus (2013): Pflegefamilien als unkonventionelle Familien. In: Familiendynamik 38 (4): 268-277.

abstract: Die Betreuung in Pflegefamilien stellt eine wichtige Antwort auf die zentrale gesellschaftliche Frage dar, was mit den Kindern geschehen soll, die von ihren biologischen Eltern (zeitweise) nicht betreut werden können. Pflegefamilien sind keine Organisationen, sondern unkonventionelle Familien, die außerdem Teil einer Herkunftsfamilien-Pflegefamilien-Figuration sind. Den Pflegefamilien werden dabei – wie den Herkunftsfamilien und den Kindern – komplizierte Aufgaben zugemutet. Um diese Aufgaben konstruktiv bewältigen zu können, sind sie auch auf die professionelle Unterstützung durch einen Sozialen Dienst angewiesen. Dessen Professionalität zeigt sich in dem Respekt vor dem privaten Leben der Familie und dem Verzicht auf kolonialisierende Interventionen.


Unterberg, Anika, Martin Schröder, Tania Pérez, Alain Di Gallo & Marc Schmid (2013): Der Zusammenhang von elterlichem Stress, Bindungsproblemen und psychischer Belastung von Pflegekindern. In: Familiendynamik 38 (4): 278-288.

abstract: Pflegekinder gelten als Hochrisikogruppe für die Entwicklung psychischer Störungen und Bindungsprobleme, was zur Überforderung von Pflegeeltern führen kann. Dies hat wiederum Auswirkungen auf die Entwicklung der Pflegekinder. Um zu untersuchen, inwieweit sich psychische Belastungen und Bindungsprobleme der Pflegekinder mit dem pflegeelterlichen Stress wechselseitig bedingen, wurden Fragebogendaten von 165 Pflegekindern und ihren Pflegeeltern analysiert. 53,4 % der Pflegekinder erreichten einen Wert bezüglich der Bindungsauffälligkeit, welchen nur 10 % der Allgemeinbevölkerung aufweisen. Für 69,1 % der Pflegekinder wurde eine psychische Belastung angegeben, die im klinisch auffälligen Bereich liegt. Die Bindungsauffälligkeit, die hohe psychische Belastung, deren Interaktion, die interpersonell traumatischen Erlebnisse und die Anzahl der Betreuungswechsel klären zu 30,7 % die Varianz des pflegeelterlichen Stresserlebens auf. Demgegenüber klären der pflegeelterliche Stress und die genannten Prädiktoren gemeinsam 56,2 % der Varianz der psychischen Belastung der Pflegekinder auf. Dieser Wechselwirkungsprozess unterstreicht die Notwendigkeit systemisch anzusetzender Prä- und Interventionen, die sowohl Pflegekinder als auch deren Pflegeeltern einbeziehen sollten.


Buss, Gabriele (2013): Pflegefamilien als ein Zuhause für Kinder und Jugendliche in Krisen – eine Fachstelle im Einsatz. In: Familiendynamik 38 (4): 290-297.

abstract: Der folgende Beitrag gibt Einblicke in ein Handlungsfeld der Sozialen Arbeit im Kontext des Pflegekinderwesens. Einleitend werden relevante Grundbegriffe kurz erläutert und die Leistungsangebote einer ausgewählten Fachstelle für Krisenintervention dargestellt, die Kinder und Jugendliche kurz-, mittel- und langfristig an Gast- oder Pflegefamilien vermittelt und sie im familiären Alltag professionell begleitet. Spannungsfelder zwischen Alltags- und professionellen Kompetenzen werden aufgezeigt. Anhand eines Fallbeispiels erfolgen konkrete Einblicke in den beruflichen Alltag der Fachstelle und eines betroffenen Jugendlichen. Den Abschluss bilden Chancen und Risiken der Neuerungen im Pflegekinderwesen der Schweiz sowie daraus resultierende Perspektiven für Fachpersonen der Sozialen Arbeit in der Pflegekinderhilfe.


Schmidt, Elisa, Wiebke Ahrens, Lena Grones, Mira Willnath & Johannes Jungbauer (2013): Aufsuchende Familientherapie (AFT) aus Sicht von Klientinnen und Klienten. Ergebnisse einer qualitativen Familienstudie und Implikationen für die psychosoziale Praxis. In: Familiendynamik 38 (4): 298-306.

abstract: Fragestellung: In einer qualitativen Studie zur Aufsuchenden Familientherapie (AFT) wurden subjektive Sichtweisen und Bewertungen von AFT-KlientInnen rekonstruiert, um daraus Empfehlungen für die psychosoziale Praxis abzuleiten. Methodik: In leitfadengestützten Interviews wurden 14 Familienmitglieder aus vier Familien zu einer in Anspruch genommenen AFT befragt. Zur Auswertung wurden fallrekonstruktive und inhaltsanalytische Verfahren genutzt. Ergebnisse: Obwohl die AFT zum Teil sehr unterschiedlich bewertet wurde, zeigte sich insgesamt ein hohes Maß an Zufriedenheit mit der erhaltenen Hilfe. Die AFT wurde als effektive Intervention eingeschätzt, die das familiäre Zusammenleben verbessert und die Familienbeziehungen stärkt. Neben AFT-spezifischen Elementen (aufsuchendes Setting, systemische Techniken) wurden vor allem generelle Wirkfaktoren (therapeutische Beziehung, Passung zwischen KlientIn und TherapeutIn) als hilfreich beschrieben. Es fanden sich allerdings auch Hinweise auf die Schwierigkeit, Kinder und Jugendliche angemessen und kindgerecht in den Therapieprozess einzubeziehen. Diskussion: Die AFT stellt eine wertvolle Bereicherung für die Kinder- und Jugendhilfe sowie für die Arbeit mit psychosozial hoch belasteten Familien dar.


Rademacher, Jeanne, Wolfgang Lehmann, Daniel Menzel & René Lampe (2013): Zähmung des Zorns – Effekte Systemischer Einzeltherapie bei gewalttätigem Verhalten. In: Familiendynamik 38 (4): 308-321.

abstract: Ziel dieser Studie war der Wirksamkeitsnachweis Systemischer Einzeltherapie in unterschiedlichen Therapiekontexten. Im Rahmen eines Drei-Gruppen-Planes verbunden mit einer Prä-Post-Test-Messung wurde bei 49 männlichen Klienten (Alter: M = 31.1, SD = 11.7) untersucht, inwieweit Systemische Einzeltherapie Aggressivität verringern sowie die Lebenszufriedenheit steigern kann. Eine Versuchsgruppe (VG1 = 18) nahm Systemische Einzeltherapie freiwillig, eine zweite (VG2 = 19) in einem sog. Zwangskontext (Bewährungsauflage) in Anspruch, beide Gruppen über einen Zeitraum von acht Wochen (sechs Sitzungen). Die Kontrollgruppe (KG = 12) erhielt keine Therapie (Wartegruppe). Hinsichtlich soziodemografischer Daten unterschieden sich die drei Untersuchungsgruppen nicht. In den abhängigen Variablen Aggressivität und Lebenszufriedenheit fanden sich im Prä-Test keine Unterschiede zwischen den drei Untersuchungsgruppen. Nach der Intervention zeigten sich signifikante Unterschiede zwischen beiden VG und der KG. Bei beiden Therapiegruppen konnte eine Verringerung in unterschiedlichen Aggressivitätsdimensionen sowie eine positive Wirkung der Therapie auf verschiedene Lebenszufriedenheitsbereiche nachgewiesen werden. In der KG hingegen fanden sich keine Veränderungen in den untersuchten Aggressivitätsdimensionen sowie Merkmalen der Lebenszufriedenheit.


Kaiser, Peter (2013): Schwiegermutter mit System. Ressourcen und Anfälligkeiten von Schwiegerbeziehungen. In: Familiendynamik 38 (4): 322-333.

abstract: Wer eine Partnerschaft eingeht, erhält meistens auch eine Schwiegermutter und verschafft Mutter und Partner/Partnerin eine Schwiegerbeziehung. Die Begegnung der beiden Herkunftsfamilien ist meist ebenso unfreiwillig wie unvermeidlich. Wie komplex Schwiegerbeziehungen sind, zeigt sich anhand von Ansätzen und Befunden verschiedener Disziplinen: Die evolutionäre Perspektive mag sich am »Egoismus« der einzelnen Familien erweisen, die auf Verbreitung ihrer Gene bedacht sind. Diese Tendenz setzt sich fort bei der Weitergabe des sozialen Erbes. Dabei zeigt sich, dass Schwiegerbeziehungen nicht unabhängig sind vom Systemkontext der Herkunftsfamilien, ihrer Subsysteme (v. a. den Paardyaden) sowie ihrer Angehörigen mit ihren je spezifischen Merkmalen. Zugleich unterliegen auch Schwiegerbeziehungen Entwicklungen, Mechanismen und Konstellationen im Lebens- und Familienzyklus. Der Beitrag stellt Befunde aus verschiedenen Forschungsfeldern dar und versucht, Schwiegerbeziehungen multiperspektivisch zu begreifen und sodann ein Modell der Lebens- und Beziehungsqualität für Schwiegerbeziehungen zu skizzieren. Schlussfolgerungen für weitere Forschung sowie für Beratung und Prävention werden diskutiert.


Borst, Ulrike, Arist von Schlippe & Hans Rudi Fischer (2013): Was tun bei Wertekonflikten zwischen Therapeuten und Klienten? In: Familiendynamik 38 (4): 334-336.


Omer, Haim & Arist von Schlippe (2013): »Ein Anker hat eine besondere Kraft.« Der israelische Psychologe Haim Omer im Gespräch mit der Familiendynamik. In: Familiendynamik 38 (4): 337-339.


Kalckreuth, Barbara, Wolfgang Kalckreuth & Christiane Wiesler (2013): Werdende und junge Väter in der Säuglings-Kleinkind-Eltern-Psychotherapie – Depression und andere Reaktionen von Vätern auf Schwangerschaft, Geburt und erste Monate des Babys. In: Familiendynamik 38 (4): 340-345.


Fassbind, Patrick (2013): Auswirkungen der Organisation des behördlichen und freiwilligen Kindesschutzes und der gesetzlichen Regelung des Obhutsentzuges auf die Platzierung von Kindern in der Schweiz. In: Familiendynamik 38 (4): 346-350.


Frick, Jürg (2013): Rezension: Sabine Trautmann-Voigt & Bernd Voigt (2013): Jugend heute. Zwischen Leistungsdruck und Freiheit. Gießen (Psychosozial). In: Familiendynamik 38 (4): 351-351.




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