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systeme Heft 2/2006

1/2006 - 2/2006 - Übersicht


Strunk, Guido (2006): Vom Kern des Systemischen und dem Drumherum. In: systeme 20(2), S. 133-156.

abstract: Systemisches Arbeiten fußt in seinen Kernannahmen auf der Überzeugung, dass Menschen sich wie nicht triviale Maschinen verhalten, dass ihr Verhalten also nicht geplant und vorhergesagt werden kann und dass damit auch gezielte Interventionen unmöglich werden. Diese Überzeugung von der Nicht-Trivialität des Menschen steht aber im krassen Widerspruch zum Alltagsverständnis, bei dem davon ausgegangen wird, dass es beste und richtige Lösungen für Probleme gibt und diese erst gefunden werden können, wenn die wirklichen Ursachen für die Probleme bekannt sind. Das Alltagsverständnis geht also recht hartnäckig davon aus, dass letztlich alles als triviale Maschine verstanden werden kann (man denke hier nur an die Diskussion um genetische Grundlagen des Verhaltens und die Ergebnisse der neueren Hirnforschung), Welche Argumente besitzen nun aber Systemikerinnen bzw Systemiker, um ihre Überzeugung zu begründen? Warum sollte irgendeine Art von Maschine, also ein deterministisches, kausal operierendes System, sich nicht trivial verhalten? Wenn sich ein System gesetzmäßig verhält, warum sollte sein Verhalten dann nicht auch vorhersagbar sein, warum sollten gezielte Interventionen unmöglich sein? Wie kann sich ein kausales System nicht kausal verhalten?


Nafstad, Hilde Eileen (2006): "Area Ethics" - Das Integrieren von grundlegender, angewandter und professioneller Ethik in einem umgrenzten Handlungsfeld. In: systeme 20(2), S. 157-172.

abstract: Das Thema von area ethics sind diejenigen Werte, Perspektiven und Normen, die innerhalb eines bestimmten Geltungsbereichs zur Wirkung kommen. Besondere Aufmerksamkeit richtet sich auf diejenigen Prämissen, die nicht weiter hinterfragt wurden, weil sie a priori mit Gewissheit gleichgesetzt wurden. Area ethics hat die Aufgabe, das Entwickeln einer ethischen Reflexivität zu fördern, und eine Sensibilität dafür, wie unhinterfragte Vorannahmen im gegebenen Aufgabenfeld implizite Wertentscheidungen zur Wirkung bringen. Unter anderem soll dafür gesorgt werden, dass die Erkenntnisse der „Verlierer“ innerhalb eines bestimmten Forschungsgebiets nicht verloren gehen. Am Beispiel des Bereichs Psychologie diskutiert die Autorin die unterschiedlichen Konsequenzen aus den beiden gegensätzlichen Konzeptionen von Individuen als asozialen und egoistischen Wesen vs. Individuen als genuin prosoziale Wesen. Den Einzelnen auf ein simples, mechanistisches Kosten-Nutzen-Wesen zu reduzieren impliziert z. B., dass jemand, der um professionelle psychosoziale Hilfe nachfragt, in erster Linie Unterstützung dabei brauche, ein effektiverer Konsument seiner sozialen und materiellen Umgebung zu werden. Regeln und Vorschriften sind wichtig für einen Minimalstandard ethischen Verhaltens. Noch wichtiger ist es jedoch, ein intrinsisches Interesse an den Konsequenzen unhinterfragter Vorannahmen zu wecken sowie eine moralische oder ethische Sensibilität für die in unsere Disziplin eingebetteten Werte.


Findeisen, Uwe (2006): Mit Leistungslernen zum Erfolg und Misserfolg - von der Selbstachtung bis zur Schulangst. In: systeme 20(2), S. 173-199.

abstract: Die Analyse von Schulangst, Lerndesinteresse und Misserfolg in der Schule wird in dem Beitrag nicht isoliert betrachtet, sondern erweist sich als andere Seite von Stolz, Lerninteresse und Schulerfolg. Solche Phänomene des Lernsystems, die aus Wissen und Lernen nicht entstehen können, verweisen auf eine spezifische Form der Wissensvermittlung: Leistungslernen. Dieses macht aus Lernen ein Lernen für Anerkennung durch die Note. Kinder kalkulieren nun ihr Lernen für die Noten. Bei fehlender Notenanerkennung entsteht ein Kompensationsverhalten. Es geht nun um die persönliche Anerkennung. Mit dieser wird der Misserfolg nicht mehr rückgängig gemacht. Auch die persönliche Anerkennung enthält Widersprüche und sichert nicht unbedingt den persönlichen Erfolg. Zugleich wird für die Jugendlichen der Nutzen der Ausbildung durch den Arbeitsmarkt in Frage gestellt. Aktuelle pädagogische und psychologische Reformideen übersehen diesen systemischen Zusammenhang. Der funktionelle Bezug von Privatwirtschaft und Ausbildung erweist sich als allgemeiner Grund für bestehende Widersprüche im Lernsystem.



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