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Neuvorstellung zur Übersicht
07.02.2009
Rosmarie Welter-Enderlin, Bruno Hildenbrand (Hrsg.): Resilienz- Gedeihen trotz widriger Umstände
Welter-Enderlin & Hildenbrand: Resilienz Carl-Auer-Verlag, Heidelberg 2008 (2. Auflage)

271 S., broschiert

Preis: 29,95 €

ISBN-10: 3896705113
ISBN-13: 978-3896705112
Carl-Auer-Verlag





Cornelia Tsirigotis, Aachen:

Grundlage dieses Buches sind Vorträge auf dem gleichnamigen Kongress in Zürich. Im einleitenden Kapitel beschreibt Rosmarie Welter-Enderlin ihren Zugang zum Thema Resilienz in der Selbstreflexion wie als wissenschaftliches Thema, das zur inhaltlichen Vorbereitung und Organisation dieses Kongresses geführt hat. Bruno Hildenbrand ergänzt die Hineinführung in das Buch mit einer Übersicht über die sozialwissenschaftliche Perspektive von Resilienz.
Die zahlreichen AutorInnen des Buches nähern sich dem Thema Resilienz aus ganz unterschiedlichen Arbeitsbereichen an, hier tauchen sowohl bekannte Namen wie auch eine Fülle unterschiedlicher Arbeitsfelder auf, ich greife nur einige heraus: E. Werner als eine Forscherin der ersten Stunde analysiert Forschungsverläufe zur Resilienzforschung über mehrere Jahrzehnte hinweg auf ihren praktischen Nutzen und sie weist auch auf die sozialpolitische Bedeutung einer solchen Forschung hin angesichts von weltweiten Migrationsbewegungen. Froma Walsh stellt ein Konzept für familiale Resilienz dar und hebt seine klinische Bedeutung hervor. Sie liefert eine als Leitfaden dienliche Übersicht über die Schlüsselprozesse, ein Beitrag, der durch die Fallvignetten die Kraft ahnen lässt, die sich hinter dem Begriff Resilienz verbirgt, ebenso wie der Beitrag von Welter-Enderlin über Resilienz bei Paaren. Zu dem Bereich Resilienz in Familien mit kranken Mitgliedern finden sich mehrere Beiträge: E. Imber-Black fragt nach der resilienzfördernden Kraft des Sprechens über bedrohliche Krankheiten, S. Dinkel-Sieber untersucht Resilienz von Familien, in denen ein Mitglied Multiple Sklerose hat; J. S. Rolland zeigt in einem integrativen Modell für Resilienz in Familien mit kranken oder behinderten Angehörigen, welch wichtige Rolle u. a. auch das Gefühl, eine Krankheit meistern zu können, spielt. Andrea Lanfranchi untersucht Möglichkeiten und Bedingungen für die Förderung der Resilienz bei Kindern mit Migrationshintergrund, ein wichtiger Beitrag, da es sich hier um eine Gruppe handelt, die eher unter Defizitperspektive betrachtet wird und der Forschung nicht leicht zugänglich ist. Er betont die Wichtigkeit von sozialer Anerkennung (und die Bedeutung von Fußballtraining) als Resilienzfaktor. Weitere Handlungsfelder und Zugänge zum Thema sind Trauma und Resilienz (Urs Hepp), psychische und andere Krisen und ihre Bewältigung (U. Borst, B. Hildenbrand), ein spannender Beitrag von Tom Levold, der sich dem Begriff Resilienz unter metapherntheoretischen Gesichtspunkten nähert. Marie-Luise Conen schließt den Band, indem sie die oft auftretende Ratlosigkeit von HelferInnen als Ressource erkenntlich macht, die ermöglicht Schleifendrehen und Nichtveränderung wertzuschätzen: „es gilt, eine Demut gegenüber den Entscheidungen und der Eigenverantwortung der Klienten für ihr Leben zu entwickeln“ (S. 269).
Das Buch und der Ansatz beinhaltet für mich sehr ermutigende Zugangswege in einer Zeit, die immer noch von der Betonung von Mängeln und Defiziten geprägt ist. Darüber hinaus hat mich der ganze Band wegen der ihm innewohnenden Wertschätzung der Kraft von Menschen, wie sie in den Fallbeispielen der AutorInnen zum Ausdruck kommen, sehr beeindruckt.
Ich empfehle das Buch uneingeschränkt!

(mit freundlicher Erlaubnis aus systhema 2007)





Eine ausführliche weitere Rezension von Annette Clauß für socialnet.de

Ein Veranstaltungsbericht über den dem Band zugrundeliegenden Resilienz-Kongress in Zürich 2005 von Corinna A. Hermann für systemagazin

Eine Leseprobe aus der Einleitung von Rosmarie Welter-Enderlin





Verlagsinformation:

Es gibt Menschen, die scheinbar gar nichts aus der Bahn wirft. Ob Krankheit, Probleme am Arbeitsplatz, persönliche Niederlagen oder private Krisen – am Ende gehen sie nicht geschwächt, sondern oft sogar noch gestärkt und erhobenen Hauptes daraus hervor. Was steckt hinter dieser Fähigkeit, sich trotz widriger Lebensumstände, schwerer Lebenskrisen oder Schicksalsschlägen nicht unterkriegen zu lassen? Die Resilienzforschung zeigt, dass die Psyche eine Art Schutzschirm besitzt, die den Menschen widerstandsfähig und krisenfest macht. Der Kern der Resilienz ist das unerschütterliche Vertrauen in die Fähigkeit, sein eigenes Leben in den Griff zu bekommen. Dieses Vertrauen basiert auf sieben Säulen, die die Basis unserer inneren Stärke bilden: Optimismus, Bewältigungsorientierung, Verlassen der Opferrolle, Akzeptanz, Verantwortung, aktive Zukunftsplanung, Netzwerke und Freundschaften. Die Autoren dieses Bandes stellen die Grundlagen dieses neuen Konzeptes vor und machen es für therapeutische und beraterische Handlungsfelder wie Medizin, Psychiatrie und Jugendhilfe nutzbar. Ihre Aufmerksamkeit gilt dabei auch der Resilienz der professionellen Helfer selbst.


Inhalt:

Welter-Enderlin, Rosmarie: Einleitung: Resilienz aus der Sicht von Beratung und Therapie. S. 7-19
Hildenbrand, Bruno: Resilienz in sozialwissenschaftlicher Perspektive. S. 20-27
Werner, Emmy: Wenn Menschen trotz widriger Umstände gedeihen - und was man daraus lernen kann. S. 28-42
Walsh, Froma: Ein Modell familialer Resilienz und seine klinische Bedeutung. S. 43-79
Welter-Enderlin, Rosmarie: Resilienz bei Paaren: Wie das Resilienzkonzept als Langzeitperspektive meine Praxis beeinflusst. S. 80-93
Imber-Black, Evan: Wird es schlimmer, wenn man darüber spricht? Resilienz angesichts einer lebensbedrohlichen Krankheit. S. 94-103
Dinkel-Sieber, Sylvia: "Ich bin gesund!" - Resilienz in Familien mit krankem Elternteil. S. 104-118
Lanfranchi, Andrea: Resilienzförderung von Kindern bei Migration und Flucht. S. 119-138
Hepp, Urs: Trauma und Resilienz. Nicht jedes Trauma traumatisiert. S. 139-157
Rolland, John S.: Resilienz von Familien mit kranken und behinderten Angehörigen: ein integratives Modell. S. 158-191
Borst, Ulrike: Von psychischen Krisen und Krankheiten, Resilienz und "Sollbruchstellen". S. 192-204
Hildenbrand, Bruno: Resilienz, Krise und Krisenbewältigung. S. 205-229
Levold, Tom: Metaphern der Resilienz. S. 230-254
Conen, Marie-Luise: Die Ratlosigkeit des Helfers - eine Ressource! S. 255-270


Über die Herausgeber:

Rosmarie Welter-Enderlin, MSW, Paar-, Familien- und Organisationsberaterin, Lehrbeauftragte an der Universität Zürich; Autorin zahlreicher Fachartikel und Bücher, darunter "Wie aus Familiengeschichten Zukunft entsteht" (2006) und – zusammen mit Bruno Hildenbrand – "Resilienz: Gedeihen trotz widriger Umstände" (2006), "Rituale – Vielfalt in Alltag und Therapie" (2. Aufl. 2004) sowie "Gefühle und Systeme" (1998). 2003 erhielt sie den "American Family Therapy Academy Award" für herausragende Beiträge zur Familientherapie, im Jahr 2006 ehrten zahlreiche Kollegen Rosmarie Welter-Enderlins Beitrag zur Entwicklung der systemischen Therapie und Beratung mit der Festschrift "Erhalten und Verändern" (hrsg. von Bruno Hildenbrand).

Bruno Hildenbrand, Jahrgang 1948, ist seit 1994 Professor für Sozialisationstheorie und Mikrosoziologie am Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie seit 1988 Dozent und Supervisor am Ausbildungsinstitut für systemische Therapie und Beratung in Meilen/Zürich. Autor des Buches "Einführung in die Genogrammarbeit"; gemeinsam mit Rosmarie Welter-Enderlin Herausgeber der Bände "Gefühle und Systeme", "Rituale – Vielfalt in Alltag und Therapie" und "Resilienz. Gedeihen trotz widriger Umstände".



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