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Neuvorstellung zur Übersicht
10.01.2009
Carmen Kindl-Beilfuß: Fragen können wie Küsse schmecken. Systemische Fragetechniken für Anfänger und Fortgeschrittene
Kindl-Beilfuß: Küsse Carl-Auer-Verlag, Heidelberg 2008

208 S., kartoniert

Preis: 21,95 €

ISBN-10: 3896706241
ISBN-13: 978-3896706249
Kindl-Beilfuß: Küsse (Fragekarten)Carl-Auer-Verlag Heidelberg 2008

111 Fragekarten für Therapie, Beratung und Coaching

Preis 21,95 €

ISBN-10: 3896702599
ISBN-13: 978-3896702593






Carl-Auer-Verlag





Dennis Bohlken, Bad Zwischenahn:

Fragen gehören zum zentralen Methodeneinsatz in Beratung, Therapie und Coaching. Carmen Kindl-Beilfuß hat sich in ihrer aktuellen Publikation diesen Fragen auf 197 Seiten gewidmet und versucht, mit viel Esprit Fragen neu zu inszenieren, auf kreative Weise in die Welt der Klienten einzutauchen und mit Sprachgirlanden das Leben der Klienten bzw. Gesprächspartner farbenfroher zu machen. Schon im Vorwort konstatiert Carmen Kindl-Beilfuß, dass der Titel „Fragen können wie Küsse schmecken“ ein Metapher darstellt, die einen Hinweis darauf gibt, wie emotional nah Fragen ihre Wirkung beim Gegenüber entfalten können. Zur praktischen Übung und zum Ressourcencheck wird der Leser regelmäßig durch eine kleine Fee animiert, selbst Fragen zu entwerfen bzw. sich mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eigener Lebensbereiche auseinander zusetzen.
Im Abschnitt Grundlagen beschäftigt sich die Autorin mit der Kunst des guten Fragens, dem gelungenen Einstieg, dem biografischen Interview und den zehn Fragen, die immer gehen. Es werden ressourcenorientierte und destruktive Fragemuster im Vergleich gegenübergestellt und anschließend ausführlich diskutiert. Darüber hinaus werden Fragetechniken zum Reframing aufgezeigt und abschließend eine ausführliche Übung angeboten, Bedeutungs- und Kontextreframings selbst schriftlich umzusetzen. Das ressourcenorientierte biografische Interview setzt sich mit der Rekonstruktion von individuellen Ressourcen, systemischen Ressourcen, Sinnstiftung und Zugehörigkeit zu verschiedenen Systemen und besonderen Qualitäten im Umgang mit Schicksal und Veränderung auseinander. Anhand des Genogrammes von Marlene Dietrich führt die Autorin sehr anschaulich ein fiktives Interview mit der Schauspielerin im Jahre 1931 und stellt anschließend Hypothesen und mögliche Fragen zu den Hypothesen auf.
Der zweite Abschnitt „Anwendungsfelder“ beschäftigt sich mit der Biografiearbeit von Kindern und Jugendlichen, dem Paarinterview und dem Familieninterview. Kinder und Jugendliche werden in Beratung und Therapie häufig mit Problembiografien stigmatisiert und bedürfen stattdessen eine Erfolgsbiografie. Die Autorin zeigt sehr anschaulich Beispiele auf, wie diese Erfolgsbiografien in Beratung und Therapie „neu erfunden“ werden können. Im Kapitel Paarinterview zeigt die Autorin einen sehr offensiven Umgang mit der Thematik „Sex, Lust und Genuss“, was durchaus positiv zu bewerten ist. Viele Paare, aber auch Berater und Therapeuten haben Schwierigkeiten über diese Themen zu sprechen und im Interview konkret danach zu fragen. Dabei bedarf es keiner sexualtherapeutischer Grundkenntnisse. Es werden konstruktivistische und ressourcenorientierte Fragen skizziert zu den Bereichen Sex allgemein, Häufigkeit, Einstellen der Sexualität, Schwierigkeiten im Liebesspiel, Initiative zur sexuellen Begegnung, Fragen nach Ressourcen und Ausnahmen, Aussichten, Ideen – Initiativen – Zeit und bzgl. der Zeit füreinander.
Der dritte Abschnitt Fragen der Zeit umfasst die Schwerpunkte Fragen im Reigen der Jahreszeiten, Zukunft zum Anfassen – Fragen zu besonderen Lösungsräumen und dem Interview mit Zeitbezug. Jahreszeiten werden in Verbindung gebracht mit Feste, Rituale, Mythen etc. und vor diesen Hintergründen stellt die Autorin auf insgesamt 16 Seiten Fragen zu unterschiedlichsten Themen (u.a. Frühlingsfragen, Fragen vor und nach der Urlaubspause von Beratern, Therapeuten und Coachs). Im Kapitel Interview mit Zeitbezug postuliert die Autorin, dass sich Berater, Therapeuten und Coachs gedanklich mit den Realitäten und aktuellen Themen der Klienten beschäftigen sollten. Dies bezieht sie auf verschiedene Bereiche, wie z.B. der Prominentenwelt, Politik und Sport.
Der vierte Abschnitt „Die wunderbare Fragebox“ setzt sich inhaltlich mit der zusätzlich zum Buch erhältlichen Fragebox auseinander. Auf 111 Fragekarten kann der Berater, Therapeut und Coach zurückgreifen und sie individuell entsprechend des jeweiligen Settings einsetzen.
Ich schätze an dem Buch einerseits die konsequent lösungs- und ressourcenorientierte Haltung der Autorin gegenüber ihren KlientInnen und andererseits die etlichen genialen, aus ihrer Haltung heraus entstandenen „neuen“ Fragen. Das Buch trägt nicht nur dazu bei, das systemische Fragenrepertoire zu erweitern, sondern hebt sich auch durch seine durchgängig respektvolle und frische Art von vielen anderen positiv ab. Ein rundum gelungenes Praxiswerk!
Ergänzend zum Buch ist eine gleichnamige Box mit 111 Fragekarten erhältlich.





Zur website von Carmen Kind-Beilfuß

Eine Leseprobe aus dem ersten Kapitel

Eine weitere Rezension von Daniel Wrede für mw.online.de





Verlagsinformation:

Wer richtig fragt, bringt Bewegung ins Gespräch. Gut gestellte Fragen wecken die Neugier der Befragten, erhalten ihre Aufmerksamkeit und können Ressourcen erschließen. Mit den richtigen Fragen kann der Interviewer nicht nur Informationen zutage fördern: Er kann den Befragten auch neue Informationen zurückgeben und dadurch ihre Sichtweise verändern und Prozesse in Gang setzen. Carmen Kindl-Beilfuß fasst in diesem Werkstattbuch zusammen, was man als Therapeut, Coach oder Berater über diese zentrale Technik wissen muss: Wie bauen sich gute Fragen auf? Wie lassen sich die richtigen Formulierungen finden? Das Buch deckt alle Phasen des Fragens ab – vom beziehungsherstellenden Einstieg bis zum guten Abschluss eines Gesprächs. Im Vordergrund steht dabei, wie man durch ressourcenorientiertes Fragen Blockaden auflösen, Probleme umdeuten und Zukunft gestalten kann. Wer das Gelesene umsetzt, wird leichter Antworten erhalten und schneller zum Ziel kommen, sei es im biografischen Interview mit einzelnen Gesprächspartnern oder in der Paar- und Familientherapie.


Inhalt:

1. Die Kunst des guten Fragens

2. Der gelungene Einstieg

3. Das biografische Interview
4. Zehn Fragen, die immer gehen
5. Biografiearbeit mit Kindern und Jugendlichen
6. Das Paarinterview
7. Das Familieninterview
8. Fragen im Reigen der Jahreszeiten
9. Zukunft zum Anfassen – Fragen zu besonderen Lösungsräumen
10. Das Interview mit Zeitbezug
11. Fragen können wie Küsse schmecken
12. Warum man eine gute Frage nie gegen eine Antwort eintauschen sollte
13. Der Abschluss eines Interviews ist keine Frage, sondern ein guter Kommentar!


Über die Autorin:

Carmen Kindl-Beilfuß, Dr. phil., Dipl.-Psych.: Psychologische Psychotherapeutin und Coach, Lehrtherapeutin, Supervisorin; seit 1987 im Bereich Einzel-, Paar- und Familientherapie in ambulanten und stationären Kontexten tätig; Forschungsprojekte und Lehrbeauftragte an der Fachhochschule und der Universität Magdeburg zu den Themen Systemische Therapie, Verhaltenstherapie, Gesprächstherapie und Klinische Hypnose; Gründerin und Leiterin des Instituts für systemische Forschung, Therapie und Beratung (ifst) Magdeburg; seit 1996 eigene psychotherapeutische Praxis; Organisationsberaterin/kreatives Coaching.



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