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Neuvorstellung zur Übersicht
06.09.2007
Michael White: Maps of Narrative Practice
White: Maps of Narrative Practice W.W. Norton, New York 2007

288 S., Leineneinband

Preis: 22,98 €

ISBN-10: 0393705161
ISBN-13: 978-0393705164
WW Norton





Wolfgang Loth, Bergisch Gladbach:

18 Jahre nach dem bahnbrechenden ersten Buch zur Narrativen Therapie (White & Epston 1989) und vielen weiteren Veröffentlichungen legt Michael White nun ein Buch vor, das den Kern der Narrativen Therapie in sechs Variationen vermisst. Michael White benutzt dazu die Metapher der maps, von Landkarten also, Metaphern des Kartographierens und Herstellens von Wegbeschreibungen. Die Idee der maps verbindet sich für White mit seiner persönlichen Faszination für Landkarten, genährt aus Kindheitserinnerungen. Landkarten als Medien, über Begrenzungen hinaus zu schauen, sich innerlich in noch fremde Gegenden hineinzuversetzen, Reisen vorwegzunehmen und vorzubereiten. Sie erscheinen hier als Synonym für: von der Stelle kommen, sich auf den Weg begeben können, sich orientieren können, verbunden mit (Vor)Freude und positiver Spannung.
Im vorliegenden Buch werden in jeweils eigenen Kapiteln sechs Verfahren und Möglichkeiten der „kartografischen“ Veranschaulichung für den Einzelfall vorgestellt:
  • „Externalizing Conversations“ (Externalisierende Konversationen)
  • „Re-Authoring Conversations“ (Konversationen, die die eigene Autorenschaft
  •  wiederherstellen)
  • „Re-Membering Conversations“ (Konversationen, die Zugehörigkeit wieder ermöglichen)
  • „Definitional Ceremonies“ (Sich vergewissern-Zeremonien)
  • „Converstaions That Highlight Unique Outcomes“ (Konversationen, die Abweichungen vom Bekannten hervorheben)
  • „Scaffolding Conversations” (Gerüstbauende Konversationen)
Die Kapitel enthalten umfangreiche Transkripte von Arbeiten, die das jeweilige Vorgehen verdeutlichen. Anhand der Transkripte diskutiert White Prämissen, Besonderheiten und umfassendere Überlegungen. In Form eines jeweils zweidimensionalen Beschreibungsmusters verdeutlicht White das Kartografieren des Vorgehens: am linken Rand finden sich die Bestimmungsstücke, in der Komplexität der Items von unten nach oben sortiert. Am unteren Rand der Karte befindet sich eine Zeitschiene (die Bezugsgrößen variieren je nach Karte).
White weist ausdrücklich darauf hin, dass die maps nicht als Vorschriften gedacht sind oder als Laufzettel zum Abhaken einzelner Schritte. Sie sollen der Orientierung im Gelände dienen, dem Nachvollziehen möglicher Wege. White nennt sie „einfach eine Konstruktion, die sich aus meiner Exploration der Praxis und von Ideen ergibt“, die keine unabdingbare Voraussetzung dafür sei, „dass therapeutische Konversationen zu den Grundlagen für neue Möglichkeiten im Leben von Menschen beitragen können“ (S.261). Es sei ihm „wichtig zu betonen, dass ich sie nicht benutze, um meine Konversationen mit den Menschen, die mich konsultieren, zu reglementieren. Therapeutische Konversationen sind nicht vorsortiert, und ich unternehme keine Anstrengungen, meine Reaktion auf die Äußerungen meiner Gegenüber herauszufinden, bevor die Äußerungen stattgefunden haben“ (S.5)(1). An späterer Stelle heißt es: „Es ist völlig unmöglich, das Ziel beim Start vorherzusagen. […] Im Kontext dieser Konversationen bleiben wir im Ungewissen (in der Spannung) hinsichtlich des Ergebnisses. Wir wissen nur, dass wir uns am Ende der Konversation in Territorien des Lebens und der Identität wiederfinden werden, die wir uns zu Beginn nicht vorstellen konnten“ (S.250).
White weist darauf hin, dass die getrennte Darstellung der sechs maps nur der Möglichkeit des nachvollziehbaren Beschreibens dient. In der Praxis überschneiden sich diese maps miteinander. Narrative Konversationen seien nicht „diszipliniert“, schreibt White, „sie gehen nicht in ordentlicher Kochbuchmanier vor, sondern eher etwas unregelhaft. Die Teilnahme der TherapeutInnen an diesen Konversationen ist eindeutig bestimmt durch die Beiträge der Hilfesuchenden, und eine Frage zu formulieren, bevor man der Antwort einer Person zu einer vorangegangenen Frage zugehört hat, kann schlecht funktionieren. Es sind die Chancen, die sich in den Beiträgen der Hilfesuchenden zeigen, die die Teilnahme der TherapeutInnen bestimmen“ (S. 250).

Externalisierende Konversationen
Externalisierende Konversationen bieten Gelegenheit, das „Spielfeld“ des Problems zu transzendieren, d.h. dafür zu sorgen, dass das Problem kein „Heimspiel“ hat, wenn darüber gesprochen wird. Es wird sozusagen auf fremdes Territorium gelockt (vgl. S.29). Es geht um eine „Vergegenständlichung des Problems anstelle der kulturellen Praxis der Vergegenständlichung von Menschen“ (S.9). White bezieht sich auf Foucault und dessen Überlegungen zu abspaltenden Prozessen, die auf dem Weg der Zuschreibung einer „verdorbenen Identität“ Wohnungslose, Arme, Verstörte (u.a.) von der allgemeinen Bevölkerung unterschieden. Im Gefolge dieser Unter-Scheidungen erfolgte die Vergegenständlichung der Körper dieser Menschen und auf diesem Weg die Einordnung dieser Körper als die Orte, in denen die fest-gestellten Störungen beheimatet seien. Und schließlich: „ Normengeleitete Urteile und Bewertungen als Mechanismen sozialer Kontrolle, und schließlich die Festschreibung dieser Kontrolle als Maßnahmen der professionellen Disziplinen“ (S.25).
Externalisierende Konversationen vermögen aus diesen festschreibenden Prozessen herauszuführen. Es kennzeichnet Whites Arbeit, dass er die in der Regel nachvollziehbaren Verunsicherungen von Hilfesuchenden gegenüber den Regeln und Vorgehensweisen professionellen Helfens mit Respekt und behutsam begegnet. Er vollzieht nach, dass es im Rahmen der Annahme, menschliches Verhalten sei Ausdruck „eines Selbst (…), das durch die menschliche Natur bestimmt sei, oder durch eine Störung der menschlichen Natur“, selten sei, „dass Menschen sich eingeladen erleben, ihr Leben auf eine Art zu reflektieren, die es ihnen erlaubt, selbst zu entscheiden, was bestimmte Ereignisse darüber aussagen könnten, was wichtig ist für sie“ (S.53).
Die map zu dieser Art Konversation enthält vier charakteristische Fragekategorien (in zunehmender Komplexität):
  • eine spezifische, erlebensnahe Definition des Problems aushandeln
  • die Effekte des Problems nachzeichnen
  • die Effekte der Aktivitäten des Problems bewerten
  • den Bewertungen ihr Recht geben.
Konversationen, die die eigene Autorenschaft wiederherstellen
Diese Art von Konversationen ist im besonderen Maß als Einladung gedacht, nicht nur den Faden des Erzählens aufrechtzuerhalten, sondern auch, „einige der eher vernachlässigten aber möglicherweise bedeutsamen Ereignisse und Erfahrungen einzufügen, die mit den zur Zeit dominierenden Grundstrukturen nicht zusammenpassen“ (S. 61).
White beschreibt, sein Interesse an der Metapher der Narration sei begründet in der Annahme, dass Menschen dem Bedeutung geben, was sie in ihrem Leben erfahren, indem sie das Erfahrene als etwas für sie Verstehbares rahmen. Der wesentliche Rahmen, der im Alltag Sinnzuschreibungen leite, sei die Struktur der Narrative. So wie wir unser Leben darstellen, Worte finden, Resonanz für diese Worte finden oder nicht finden ist, so erschließt sich uns der Sinn dessen, was wir erfahren. Identität, so White, werde auf dem Weg konstruiert, „den Geschichten über unser Leben und über das der anderen auf der Spur zu bleiben“ (S. 80).
Für White ist es ein „nicht reduzierbare(r) Umstand, dass jegliche Neuverhandlung von jemandes Lebensgeschichten auch eine Neuverhandlung von Identität ist“ (S.82). Wenn TherapeutInnen dies im Blick behalten, orientieren sie sich an einer „professionellen Ethik, die mit dem Anerkennen der leben-schaffenden Aspekte therapeutischer Praxis verbunden ist, sowie mit einer größeren Bewusstheit für die Verantwortung, die wir haben für das, was wir sagen und tun im Namen von Therapie“ (S. 82).
Ein zentrales Moment dieser Art von Konversationen ist „rich story development“ , das Sorgen dafür, dass sich die Lebens-Geschichten reichhaltiger entwickeln. Aus eingleisigen „Verschreibungen“ mögen mehrgleisige „Beschreibungen“ werden. Für White ergibt sich aus solchen Überlegungen konsequenterweise, „dass die Optionen, die ich [in den jeweils vorgestellten Arbeiten] gewählt habe nicht die richtigen Optionen waren, sondern eher die, die zu diesem Zeitpunkt der Konversation am ehesten verfügbar waren. Ich habe keine meiner Fragen im Vorfeld vorbereitet; diese Fragen waren Reaktionen auf (…) Äußerungen [der jeweiligen KlientInnen]. Wäre ich an einem anderen Tag mit ihnen zusammengetroffen, wären die Umstände nicht die gleichen gewesen, und ich habe keine Zweifel, dass die Strecke, die wir in unserer Konversation zurückgelegt hätten, eine andere gewesen wäre“ (S.98).
Die map solcher Konversationen wird aus zwei „Landschaften“ gebildet: einer „Landschaft der Handlungen“ und einer „Landschaft der Identität“.
Zur „Landschaft der Handlungen“ gehören Ereignisse, Umstände, Abfolgen, Zeit und der Plot. „Zickzack-Bewegungen durch die Zeit sind charakteristisch für solche Konversationen. Im Kontext dieser Bewegungen, verwurzeln sich bisher untergeordnete Linienführungen der Geschichten in der historischen Geschichte und werden stärker“ (S.98).
Zur „Landschaft der Identität“ gehören Geschichten über Realisierungen, Lernprozesse, Wissen, Geschichten zum internalen Verstehen, zum Verstehen von Wertvorstellungen, über die man d’accord ist, sowie Geschichten zum intentionalen Verstehen. Charakteristisch für das Erkunden dieser Landschaft ist der Gebrauch des Konjunktivs.
Wichtig ist insbesondere das Unterscheiden internaler und intentionaler Zustände.
 Zum Verständnis internaler Zustände heißt es, sie „porträtieren menschliches Verhalten als eine Oberflächen-Manifestation spezifischer Elemente oder Wesensmerkmale eines Selbst, das im Zentrum der Identität ‚gefunden’ werden könne“ (S.101). Aus einer solchen Grundlage nähren sich unter anderem auch Annahmen über „Dysfunktionen“ und „Störungen“.
Davon unterscheidet sich das Verständnis intentionaler Zustände, das sich nicht auf die Idee einer „persönlichen Wirkung“ gründet. Stattdessen heißt es hierzu: „Menschen leben ihr Leben gemäß den Absichten, die sie verfolgen im Hinblick auf das, was für sie im Leben einen Wert hat; sie machen sich daran, ihre Existenz genau durch die Bemühungen zu erschaffen, die Ziele zu erreichen, nach denen sie streben“ (S. 103).
Während im Kontext eines internalen Verstehens Beeinträchtungen eher als „Störungen“ gefasst werden, erscheinen sie im Kontext intentionalen Verstehens eher als ein verstörtes, selbst-irritierendes Ringen um nicht zusammenpassende Erfahrungen mit eigenen Wertvorstellungen und bisherigen Lebens-Erfahrungen.

Konversationen, die Zugehörigkeit wieder ermöglichen
Diese Art von Konversationen erweist sich besonders in den Fällen als hilfreich, in denen Menschen am Tod von nahe stehenden und geliebten Personen leiden. Es geht dabei „nicht um ein passives Aufgreifen von Erinnertem, sondern um absichtsvolle Wiederbeschäftigung mit der Geschichte der eigenen Beziehungen zu den Personen, die bedeutsam gewesen sind, und mit den Identitäten des eigenen gegenwärtigen Lebens und in einer Zukunft, wie sie gewollt wird“ (S. 129).
Auch hier spielt ein Verständnis von Identität eine tragende Rolle, das sich vom dominierenden Verständnis eines Selbst unterscheidet, wie es für westliche Kulturen kennzeichnend ist. „Diese gegenwärtigen westlichen sozialen und kulturellen Kräfte“, schreibt White, „die isolierte, mit nur einer Stimme versehene Identitäten propagieren, stellen den Rahmen für viele der Probleme bereit, wegen denen Menschen Therapie aufsuchen“ (S.137). Stattdessen favorisiert White die Idee, „dass sich Identität auf eine ‚Assoziation des Lebens’ gründet anstelle auf einen Kern in Form eines Selbst“ (S.129). An anderer Stelle spricht er von einem „Bild des Lebens und der Identität einer Person als eine Assoziation oder ein Club“ (S. 136).
Für solche Konversationen ist kennzeichnend, dass sie folgende Themen aufeinander beziehen:
  • Der Beitrag einer anderen Person für das eigene Leben,
  • Die eigene Identität mit den Augen der anderen Person,
  • Der eigene Beitrag zum Leben der anderen Person,
  • Implikationen dieses Beitrags für die Identität der anderen Person.
Das Nachvollziehen dieser Themenabfolgen ermöglicht eine spezifische Darstellung solcher Konversationen in Form einer eigenen Gesprächslandkarte.

Sich vergewissern-Zeremonien
„…sind Rituale, die das Leben von Menschen anerkennen und ihm neues Profil geben . (… Sie) stellen Menschen die Option zur Verfügung, ihr Leben vor einer Gruppe ausgewählter Zeugen von außen zu erzählen oder darzustellen“ (S.165). Durch das Einbeziehen von außenstehenden ZeugInnen, die ihre Aufmerksamkeit und ihr Interesse für die Geschichte(n) der anderen zur Verfügung stellen, entsteht ein Gegengewicht zu der erlebten Bedeutungslosigkeit, die sich oft bei Menschen einstellt, deren Wurzeln gekappt wurden, sei es durch Vertreibung, Flucht oder andere Umstände.
White spricht von einer „Tradition des Anerkennens“, die durch vier Arten der Befragung strukturiert sei. White betont, er benutze in diesem Zusammenhang den Begriff der „Befragung“, „um den Umstand zu betonen, dass das, was die Zeugen zurückgeben (re-tell), nichts mit „anything goes“ zu tun hat, sondern durch Fragen der TherapeutInnen geleitet werden. Dies sei notwendig, um dafür zu sorgen, dass sich die re-tellings von einfachem Applaus unterschieden, sowie von professioneller Evaluation und Interpretation. Stattdessen: die Zeugen geben zurück, was sie gehört haben, was sie daraus über das erfahren haben, was für diejenigen wichtig ist, die diese Geschichte erzählt haben, was das in ihnen selbst ausgelöst hat und was dadurch für sie selbst möglich wurde. Eine Querverbindung zum Konzept des reflecting teams liegt nahe.
Die Struktur solcher Zeremonien ergibt sich aus der Kombination von Erzählperspektive und Thema. Die Erzählperspektive gestaltet sich als Dreischritt: zunächst erzählen die, um die es geht, ihre Geschichte, im nächsten Schritt geben die ZeugInnen wieder, was sie erfahren haben, und schließlich berichtet die erste Gruppe wieder, was sie über die Erfahrungen der ZeugInnen erfahren hat.
Thematisch kommen folgende Aspekte zur Sprache:
- Besonderheiten des Ausdrucks:
Indem die ZeugInnen sich an den Besonderheiten des Ausdrucks in der gehörten Geschichte orientieren, machen sie ein persönliches und spezielles Interesse kenntlich – und nicht ein generell menschliches oder globales Interesse.
- Der Eindruck und Vermutungen darüber, was das in Bezug auf intentionales Verstehen widerspiegelt, und in Bezug auf übereinstimmende Werte:
Was die zur Sprache gekommenen Metapher für die ZeugInnen widerspiegeln bezüglich der Anliegen, Werte, Glaubenssätze, Hoffnung, Träume, und Verpflichtungen – darüber, was für die Person wichtig ist in ihrem Leben und mit welchen Werten sie übereinstimmen möchte (190f.)
- Resonanz:
Was hat dabei angeklungen im Hinblick auf das eigene Leben, auf das, was einem selber wichtig ist? Welche Erfahrungen aus der eigenen Geschichte blitzten dabei auf?
- Transport:
Wohin führte die Resonanz? Wohin hat sie bewegt? („Katharsis“).
White weist nachdrücklich auf die Verantwortung von TherapeutInnen hin für die Konsequenzen der Teilnahme eines Auditoriums in therapeutischen Kontexten. Wichtig sei insbesondere, dass stets die Geschichte der Personen im Mittelpunkt bleibt, um die es in der Zeremonie geht, nicht die Reaktionen der ZeugInnen. Alle Reaktionen der ZeugInnen sollen sich auf dem gründen, was die Personen im Mittelpunkt gesagt haben. Dies ermöglicht, dass deren Äußerungen verbürgt werden, „authentifiziert“ (S.192).
Ein Eingreifen von TherapeutInnen ist angesagt, wenn ZeugInnen sich zu sehr auf die eigene Biographie beziehen und diese dann in den Mittelpunkt gerät, wenn ZeugInnen sich im Vergleich zu den Personen im Mittelpunkt klein machen, wenn sie Superlative verwenden, und wenn Angst und Pein als eindimensionale Geschichten aufscheinen: Auch Angst, Pein und Qual werden als vielfach gebrochene Geschichten betrachtet, so dass – in der Diktion Derridas – zu einem definierten Gefühl stets auch ein davon unterschiedenes anderes gehört. Dies zur Sprache zu bringen gehört zum Anliegen, stets zum Entwickeln einer „reichhaltigeren Geschichte“ beizusteuern (S. 213). Generell, so White, sei es „eine Sache, über ein Insiderwissen zu bestimmten Erfahrungen und Lebensumständen zu verfügen, aber es ist eine andere Sache, zu wissen, wie man dies so mitteilt, dass es dabei hilft, dass eine Geschichte auf eine Art reichhaltiger wird, dass das eine kräftig(end)e Resonanz auslöst und heilende Wirkung erzielt“ (S. 215).

Konversationen, die Abweichungen vom Üblichen hervorheben
Das Leitmotiv der „reichhaltigeren Geschichte“ beinhaltet implizit, dass es neben gewollten Veränderungen auch eine Vielzahl von Abweichungen gibt, Ausnahmen von der Routine, die üblicherweise aber nicht aufmerksam zur Kenntnis genommen werden und dadurch wieder im Nicht-Bewussten verschwinden. Die hier vorgestellten Konversationen achten genau auf Anzeichen für diese Abweichungen vom üblichen Verlauf.
Zur Wortbedeutung: Im Original ist von „unique outcomes“ die Rede, also eigentlich: besondere, einzigartige Ergebnisse. Im Kontext dieser Konversationen geht es genau genommen jedoch nicht um „Ergebnisse“, eher um Merkmale von Verläufen, abweichende Verläufe, Abweichungen von erwarteten Routinen. Im Hinblick auf „reichhaltigere Geschichten“ können sie auch als „Initialzündungen“ verstanden werden. Insofern entsprechen sie „Ausnahmen“. Ohne das explizit so zu benennen (oder de Shazer überhaupt zu erwähnen) scheint White sich jedoch bewusst von „Ausnahmen“ im Sinne der Lösungsorientierten Kurztherapie abzugrenzen, wenn er den dezentrierenden Kern dieser Art Konversation im narrativen Verständnis unterstreicht. Er bezieht sich stattdessen auf Goffman und dessen Bemerkung, dass beim Versuch, Erfahrungen zu irgendeinem roten Faden im Leben von Menschen zu verdichten, Abweichungen vom Üblichen in der Regel unter den Tisch fallen. Sie fallen zu Gunsten solcher Veränderungen unter den Tisch, die als typisch angesehen werden für die Mitglieder einer bestimmten sozialen Einheit (vgl. S.232). Auf einem solchen Hintergrund erscheint es White geradezu als „riskant“, wenn TherapeutInnen im Hinblick auf das Erforschen von Ausnahmen und deren wünschenswerte Effekte eine führende, anleitende Rolle in der Bedeutungsgebung einnehmen (S.219). Es verringere die Chance von Hilfesuchenden, wieder ihre eigene primäre Autorenschaft zu erfahren. Stattdessen gerieten TherapeutInnen dann oft in einen „Überzeugungsmodus“, in dem sie ihre Beiträge darauf beschränkten, „Bestätigung zu geben, das Positive zu unterstreichen und Reframings zu versuchen“ (S.233).
Die Bestimmungsstücke dieser Art von Konversation weisen Querverbindungen auf zum „re-authoring“ , wobei das Motiv des „rich story development“ (250ff.) besondere Bedeutung erfährt:
  • Kennzeichen der bekannten und vertrauten Abläufe
  • eine erfahrungsnahe und zugeschnittene Definition eines davon abweichenden Ereignisses / Verhaltens aushandeln
  • die Effekte eines davon abweichenden Ereignisses / Verhaltens nachzeichnen
  • Die Effekte eines davon abweichenden Ereignisses / Verhaltens bewerten
  • Der Bewertung ihr Recht geben
Gerüstbauende Konversationen
Diese Variation narrativer Konversationen dient dazu, ein Gerüst dafür entwickeln, sich aus dem Bereich, der bereits vertraut ist, in gangbaren Schritten in den Bereich hineinzubewegen, der noch unvertraut ist, unbekannt. Auch hier wirkt sich die Grundannahme aus, dass das in unseren Kulturen bevorzugte Verständnis von Selbst und Autonomie oft nicht mit dem „geheimen inneren Wissen“ von Menschen übereinstimme, dass sie mit den anderen nicht in dem Ausmaß und der Art „zusammen“ sind, die es oberflächlich den Anschein hat. Die soziale Vernetzung und Wechselwirkung als Grundlage für „persönliches“ Erleben wird eher in Form sozialer Kontrolle sichtbar als in Form eines sozial konstruierten Pools von neuen Möglichkeiten. (vgl. S.268).
White stellt dem die Idee gegenüber, dass sich „die Erfahrung von Handlungsfähigkeit und die Fähigkeit zu verantwortlichem Handeln in einer besonderen Form sozialen Zusammenwirkens [gründen]. Dieses soziale Zusammenwirken unterstützt Menschen dabei, den Raum zu überbrücken zwischen dem, was bereits bekannt und vertraut ist, und dem, was für sie darüberhinaus möglich ist an Wissen über ihr Leben und ihre Identitäten“ (S.269).
In diesem Ansatz baut White auf Vygotskys entwicklungspsychologischem Konzept der proximalen Entwicklung auf (proximal development > vielleicht am ehesten übersetzbar mit: nächstliegende Entwicklungschritte): „Der Bereich der nächstliegenden Entwicklungsschritte ist der Bereich zwischen dem, was ein Kind schon kann und allein erreichen kann, und dem, was dem Kind möglich ist, im Zusammenwirken mit anderen kennenzulernen und zu erreichen“ (S 271). Diesen Bereich der nächstliegenden Entwicklungsschritte gilt es mit Hilfe eines Gerüst zu überbrücken (scaffolding). Dieses Gerüst entwickelt sich in Interaktion mit wichtigen Bezugspersonen und „ermutigt das Kind, seine Aufmerksamkeit „auszudehnen“ und seine Imagination für das Bewältigen dieser Aufgaben zu „üben“ (S.272). Auf diese Weise entstehen Assoziationsketten, die ansonsten unverständlich und zusammenhanglos erscheinende Elemente verbinden.
White hat Vygotskys Konzept in fünf Fragekategorien übersetzt, die die map der gerüstbauenden Konversationen strukturieren:
- „low-level distancing task“:
dazu ermutigen, den Ereignissen Bedeutungen zuzuschreiben, die bislang unvertraut sind oder noch keinen Namen haben.
- „medium-level distancing task“:
dazu ermutigen, spezifische Ereignisse miteinander in Beziehung zu setzen, um Assoziationsketten anzuregen
- „medium-high-level distancing task“:
dazu ermutigen, über diese Assoziationsketten nachzudenken, und die mögliche praktische Umsetzung und Erkenntnisse daraus zu bedenken und zu bewerten
- „high-level distancing task“:
dazu ermutigen, Konzepte über das Leben und über Identität zu formulieren, indem die Umsetzung und Erkenntnisse abstrahiert werden, aus ihrem konkreten, spezifischen Rahmen genommen
- „very-high-level distancing task“:
dazu ermutigen, Vorschläge für weitergehende Entwicklung zu machen, die mit den neu entwickelten Konzepten über Leben und Identität harmonieren.

Bewegte Lektüre
Bei der Lektüre war ich beeindruckt von der Passgenauigkeit der geschilderten Arbeiten, sowohl in ihren inhaltlichen Bezügen als auch in ihrer Fähigkeit, die Struktur der maps zu verdeutlichen. Doch vor allem war ich davon angetan, wie unvoreingenommen White den oft existenziellen Belastungen begegnet, sie als Ausgangspunkt für veränderliche und verändernde Geschichten akzeptiert. Dazu korrespondiert eine Art Voreingenommenheit für die Menschen, die diese Geschichten erzählen. In jeder der hier mitgeteilten Konversationen wird spürbar, wie aufmerksam, respektvoll und geduldig White Räume erschließen hilft, in denen reichhaltigere Beschreibungen eigener Lebensmöglichkeiten greifbar werden. Dabei achtet er (insbesondere in Gruppensettings, wie bei den definitional ceremonies) sehr genau darauf, dass nicht unter der Hand und ungewollt bewertende oder einschränkende Kommentare erfolgen.
In der Sicht narrativer Therapie ist die Position der TherapeutIn eine aus dem Mittelpunkt herausgenommene (decentered). Kogan & Gale (1997) haben in einer Analyse einer Therapiestunde mit Michael White Narrative Therapie als „dezentrierende Therapie“ gekennzeichnet und im Hinblick auf „postmoderne Therapie“ diskutiert. Sie unterstreichen, dass es wichtig sei, die Praxis Narrativer Therapie nicht als „technisiertes Tun“ aufzufassen, etwa als „doing postmodern therapy“. Technik, so Kogan & Gale, impliziere zentrierte TherapeutInnen, die etwas mit KlientInnen machen. Postmodernes Intervenieren versuche dagegen aus einem partizipativen Status heraus Bestätigung zu geben und zu handeln. TherapeutInnen seien aktiv, „aber ihre Aktivität schöpft aus einer Insiderposition innerhalb der Interaktion“ (Kogan & Gale, 1997, S.123)
White weist in diesem Zusammenhang engagiert darauf hin, dass die Position der TherapeutInnen sowohl dezentriert als auch wichtig ist. Wichtig in dem Sinne, dass TherapeutInnen verantwortlich sind für einen Rahmen, der sicherstellt, dass Menschen selbst wieder in die Lage kommen, ihre eigenen Positionen zu definieren, auch die in Bezug auf Probleme. Ein Rahmen, der auch eine größtmögliche Chance eröffnet, neue Erfahrungen von Bedeutung und Verbundenheit zu machen. White weist unmissverständlich darauf hin, dass TherapeutInnen für die Konsequenzen dessen verantwortlich, was sie tun, sagen und denken: „Wir tragen eine besondere Verantwortung dafür, die Formen im Blick zu haben, durch die wir unwissentlich Annahmen über das Leben und über Identität reproduziert haben könnten, die die Vielfalt der Lebensweisen von Menschen disqualifizieren, und Verantwortung für die Formen, in denen wir ungewollten Machtverhältnissen der lokalen Kulturen in die Hände gespielt haben. Das kontinuierliche Hinterfragen der Metaphern, die wir in therapeutischen Konversation aufgreifen und nutzen, ist Bestandteil dieser besonderen Verantwortung“ (S. 31).
In einem ähnlichen Sinn gibt Michael White in einem Gespräch mit Michael Hoyt eine sehr schöne und handlungsrelevante Übersetzung der Neutralitätsfrage: „Weil die Unmöglichkeit von Neutralität bedeutet, dass ich nicht vermeiden kann, „für“ etwas zu sein, übernehme ich Verantwortung dafür, allem zu misstrauen, wofür ich bin – d.h. meiner Art zu leben und meiner Art zu denken – und das kann ich auf verschiedene Weise tun“ (2001a, S.77). Er beweist dabei ein feinfühliges und ausgeprägtes Gespür für die „Verantwortung, die den Einsatz dafür stärkt, die realen Effekte oder Konsequenzen eigener Aktionen im Leben anderer zu identifizieren und anzusprechen“ (ebd. S.89). White zieht selbstkritisch in Erwägung, dass er mit dem Privileg spricht, sein Gesagtes werde für bare Münze genommen und sich dessen selbst dabei nicht bewusst zu sein (2001b, S.281). Vielleicht lässt ihn das vorsichtig sein und dagegen Stellung beziehen, Narrative Therapie als eine gesellschaftspolitische Bewegung zu verstehen (ebd. S.288).
Aus all dem erscheint es nahe liegend, dass White in seinen Überlegungen nicht aus den Pools externen Fachwissens über andere schöpft. Stattdessen bezieht er sich auf Foucault, Derrida, Goffman oder Jerome Bruner. Das Dekonstruieren vorgegeben erscheinender Verhältnisse und Beschränkungen ist die Leitlinie. Die Idee eines isolierten Selbst findet in diesem Ansatz keinen Anklang. Identität gilt als sozialer Prozess, ein fortwährendes Erschaffen neuer Momente von erfahrener Lebenswirklichkeit. Zugehörigkeit, aufeinander Verweisen und sich Berücksichtigen sind dann Ausdrucksformen von Identität. Bedeutsamkeit ist dann keine Erhöhung über andere, sondern Erfahren von Zugehörigkeit und Wert im Leben von anderen.
Trotz der Distanz, die dieser Ansatz und dieses Vorgehen zu Fachwissen über andere hält, zu Diagnosen also, zu Störungsbegrifflichkeiten, Therapieplänen und erst recht zu Therapiemanualen, wirkt Whites Vorgehen in keiner Weise abgehoben oder beliebig. Im Gegenteil, obwohl White sich in Gesprächen explizit als jemanden bezeichnet, der sich nicht auf Diagnosen einlasse, und obwohl sich das Konzept des „rich story development“ kaum mit den eingrenzenden Bemühungen jeglicher Diagnose zusammenbringen lässt, trotz alledem wirkt sein Vorgehen dermaßen passend auch und gerade im Hinblick auf geäußerte Klagen und Beschwerden, dass es schon erstaunt. Hans Lieb (2007) hat kürzlich darauf hingewiesen, es sei sinnvoll zwischen „Störungsspezifität“ und „Störungsrelevanz“ zu unterscheiden. Vielleicht kann das weiterhelfen in der momentan in die Gänge gekommenen Diskussion, ob und wie sich Systemische Therapie in den Störungsdiskurs einklinken solle. White demonstriert nachhaltig und überzeugend einen Weg, wie eine therapeutische Arbeit ohne Rückgriff auf Störungsspezifisches auskommt und doch äußerst hohe Störungsrelevanz beweist. Vielleicht ist es kein Zufall, dass White ganz am Anfang seines Publizierens (1984)mit einem Praxisbeispiel herauskam, das eine störungsspezifische Begrifflichkeit sowohl benannte, wie auch gleichzeitig in Frage stellte: „Pseudo-Encopresis“, mit dem programmatischen Untertitel: „Von der Lawine zum Sieg, von Teufels- zu Tugendkreisen“.
Ich bin beeindruckt von diesem Buch, von der Klarheit seiner Sprache, seiner Unmittelbarkeit, vom Feingefühl, das im beschriebenen Wirken des Autors an jeder Stelle erkennbar wird, von seiner politischen Bewusstheit, von seiner Genauigkeit und Einfachheit. Ein bewegendes Buch. Ich empfehle es sehr.

Literatur:
Hoyt, M.F. (2001a): On Ethics and the Spirituality of the Surface: A Conversation with Michael White and Gene Combs. In: Hoyt, M.F. (Ed.) Interviews With Brief Therapy Experts. Philadelphia: Brunner-Routledge, S.71-96
Hoyt, M.F. (2001b): Direction and Discovery: A Conversation about Power and Politics in Narrative Therapy with Michael White and Jeff Zimmerman. In: Hoyt, M.F. (Ed.) Interviews With Brief Therapy Experts. Philadelphia: Brunner-Routledge, S.265-293
Kogan, S.E. & J.E. Gale (1997): Decentering Therapy: Textual Analysis of a Narrative Therapy Session. In: Family Process 36(2): 101-126
Lieb, H. (2007): Systemtherapie trifft Verhaltenstherapie. Systemkompetenz meets Störungskompetenz in Theorie und Praxis. In: Psychotherapie im Dialog 8(2): 177-187
White, M. (1984): Pseudo-Encopresis: From Avalanche to Victory, from Vicious to Virtuous Cycles. Family Systems Medicine 2: 150-160.
White, M. & D. Epston (1989): Literate Means to Therapeutic Ends. Adelaide: Dulwich Centre Publications [(1990): Narrative Means to Therapeutic Ends. New York: W.W. Norton; deutsch: (1998/ 3.Aufl.): Die Zähmung der Monster. Der narrative Ansatz in der Familientherapie. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme]

(1) Alle Übersetzungen: W.L.





Zur Website des von Michael White mitbegründeten Dulwich Centre in Australien

Zur persönlichen Seite von MW im Dulwich Centre





Verlagsinformation:

Michael White, one of the founders of narrative therapy, is back with his first major publication since the seminal Narrative Means to Therapeutic Ends, which Norton published in 1990. Maps of Narrative Practice provides brand new practical and accessible accounts of the major areas of narrative practice that White has developed and taught over the years, so that readers may feel confident when utilizing this approach in their practices. The book covers each of the five main areas of narrative practice-re-authoring conversations, re-membering conversations, scaffolding conversations, definitional ceremony, externalizing conversations, and rite of passage maps-to provide readers with an explanation of the practical implications, for therapeutic growth, of these conversations. The book is filled with transcripts and commentary, skills training exercises for the reader, and charts that outline the conversations in diagrammatic form. Readers both well-versed in narrative therapy as well as those new to its concepts, will find this fresh statement of purpose and practice essential to their clinical work.


Aus dem Vorwort:

The maps that I will review are, like any maps, constructions that can be referred to for guidance on our journeys; in this case on our journeys with the people who consult us about the predicaments and problems of their lives. I have formulated these maps over the years principally in response to requests from others to render more transparent the therapeutic processes that I have developed. I will emphasize here that the maps of this book are not the maps of narrative practice, or a ‘true’ and ‘correct’ guide to narrative practice, whatever narrative practice is taken to be. Maps like these shape a therapeutic inquiry in which people suddenly find themselves interested in novel understanding of the events of their lives, curious about aspects of their lives that have been forsaken, fascinated with neglected territories of their identities, and, at times, awed by their own responses to the predicaments of their existence. And I believe that maps like these shape a therapeutic inquiry that con- tributes to the rich development of therapists’ stories about their work and about their lives generally, which can be a source of inspiration. This has certainly been true for me. On occasions, in teaching contexts, I have been asked why it is necessary to have maps for therapeutic practice. My response: ‘It is not at all necessary.’ However, I believe that we all refer to guiding ideas of some sort in the development of therapeutic conversations, although very often these guiding ideas have become so taken-for-granted and accepted that they are rendered invisible and unavailable to critical reflection. I believe that this is a hazardous development, for it has the potential to restrict us to the unquestioned reproduction of what is familiar in terms of therapeutic practice, irregardless of the consequences of this to the lives of the people who consult us. Having stated this, I do appreciate the fact that not every- one will relate to the ‘maps’ and ‘journey’ metaphors, and that there is a whole world of metaphors that can be taken up in characterizing therapeutic practices generally, and for that matter, in characterizing the therapeutic practices described in this book into terms associated with alternative metaphors. For me, though, taking a journey into the unknown with a map in hand always fills me with anticipation. I hope that in the writing of this book I have managed to convey a sense of the delight and fascination that I routinely experience in journeys undertaken in therapeutic conversations.


Über den Autor:

Michael White lebt und arbeitet in Adelaide, Australien, gilt als Mitbegründer der Narrativen Therapie, und hat mit diesem Ansatz weltweit zahlreiche Therapeuten beeinflusst. Zusammen mit seiner Frau Cheryl White leitet er das Dulwich Centre, in dem er seit über zwei Jahrzehnten Workshops für Mitarbeiter im Gesundheitswesen anbietet. Parallel dazu hält er Lehrveranstaltungen in den USA, Kanada, Süd- und Mittelamerika, Südafrika, Südostasien und 16 europäischen Ländern ab.




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