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Veranstaltungsbericht zur Berichtsübersicht
21.10.2007
DGSF-Jahrestagung 2007 in Neu-Ulm
Björn Enno Hermans: Vom Ich und Du, vom Nebel und vom Feuerwerk - Tagungsbericht zur 7. Wissenschaftlichen Jahrestagung der DGSF in Ulm

Feuerwerk

Ein Feuerwerk war es zweifelsohne, ein Feuerwerk der Vielfalt, der Möglichkeiten, der Themen und der Referenten, ein Feuerwerk der „Events“ und ein ganz reales Feuerwerk zum Abschied von Friedebert Kröger und Wilhelm Rotthaus aus dem Vorstand der DGSF.
Beginnen wir der Reihe nach:
Schon am Mittwochmittag, vor der offiziellen Eröffnung, standen im Rahmen des Forschungskolloquiums spannende Referate und Diskussionen auf dem Programm.
Die Bandbreite reichte dabei von allgemeiner Wirkfaktorenforschung in den Hilfen zur Erziehung über konkrete Behandlungsforschung bis hin zur Evaluation von Supervision.
Nach der herzlichen Tagungseröffnung durch die beiden Leiter des ausrichtenden Wenger-Mühle-Centrums, das Ehepaar Wnuk-Gette, stand dann mit Dirk Baecker als Vortragendem etwas komplexere Eröffnungskost auf dem Tagungsprogramm.
Sein soziologischer Spannungsbogen von der „oralen“ zur Computergesellschaft lud sowohl zum Nachdenken als auch zu intensiven Diskursen ein und war wie gewohnt bei aller Komplexität kurzweilig vorgetragen und mit manchem „Schmankerl“ garniert.
Dass beim anschließenden Come-Together das Essen aufgrund von mangelnden Anmeldungen und viel mehr Teilnehmenden etwas knapp wurde, sollte insofern positiv „reframed“ werden, als dass die nette Atmosphäre gleich zu Beginn so einladend war, dass sich offenbar Viele noch spontan entschieden, zu bleiben.
Der Donnerstag startete dann mit einem Ausflug in die „Gesundheitswelt der Veränderung“
im Zeichen der Globalisierung, in dem Ilona Kickbusch und Eva Strasser Fragen aufwarfen und Perspektiven eröffneten. Obwohl die Zeit für eine Debatte recht knapp war, wurde die Veranstaltung auf inhaltlich spannende Weise die anschließende Podiumsrunde ergänzt.
Spätestens ab diesem Zeitpunkt wurde die Herausforderung, eine Wahl zu treffen und sich zu entscheiden, immer größer, so dass sich viele wohl (mindestens) die Fähigkeiten zur Bilokalität dringend gewünscht hätten.
Die ersten thematischen Pfade zu Kinder und Jugendlichen mit hyperaktivem Verhalten (Carole Gammer), zu Systemischer Jugendhilfe (Wolf Ritscher) und SYMPAthischer Psychiatrie (Jochen Schweitzer, Angelika Nikolai, Dieter Schmitz) machten es dabei rein quantitativ noch deutlich einfacher als die Workshop-Auswahl am Nachmittag. Zwischen 22 Angeboten galt es zu wählen, wobei viele Teilnehmer sehr zufrieden über ihre Auswahl berichteten.

Abschied Rotthaus Kröger

Einzelne Höhepunkte aus der Vielfalt dieses Angebotes auszumachen ist nahezu unmöglich.
Ganz anders bei der folgenden 7. Mitgliederversammlung der DGSF, bei der ganz deutlich die Verabschiedung der langjährigen Vorstandsmitglieder Friedebert Kröger und Wilhelm Rotthaus das Zentrum bildete (Foto v.l.n.r.: Heliane Schnelle, Wihelm Rotthaus, Friedebert Kröger, Gisal Wnuk-Gette). Mit Witz, Musik, viel Kreativität, riesigem Dank und hoher Würdigung und Wertschätzung wurden die Beiden bedacht und verabschiedet. Im Anschluss an die Wiederwahl von Heliane Schnelle als stellvertretender Vorsitzender wurde Jochen Schweitzer zum neuen 1. Vorsitzenden und Susanne Altmeyer zur Schatzmeisterin gewählt, jeweils mit überwältigender Mehrheit und Zustimmung.
Beides wurde dann in einer schönen Kneipe an der Donau auch nach lange und ausgiebig gefeiert.
Der Freitag startete mit einem kleinen „Schock“, nämlich der Wettersituation in London, genauer: Nebel. Eia Asen konnte nicht abfliegen und deshalb gar nicht zur Tagung erscheinen, was sowohl die vielen Teilnehmer, die sich für seinen Vortrag und seinen nachmittäglichen Workshop angemeldet hatten, enttäuschte.
Allerdings bot ihnen diese Tatsache nun die Möglichkeit, eine neue Auswahl zu treffen, was bei der Entscheidung zwischen den Hauptvorträgen von Manfred Cierpka, George Downing und Karl-Heinz-Weyrich nicht leicht fiel.
Gefolgt wurde dieser Programmabschnitt durch die Bearbeitung der Themenfelder ADHS-Training, Elternkompetenz, systemischem Ideenreichtum und Suchtprävention/kulturellen Hintergründen in den entsprechenden thematischen Pfaden.
Die etwas längere Pause am Mittag vor der spannenden Posterpräsentation erlaubte ein kurzes Verschnaufen, bevor es am Nachmittag wieder in insgesamt 24 Workshops und Fachgruppen weiterging.
Beispielhaft erwähnt sei hier die noch junge „Fachgruppe Systemische Kinder- und Jugendhilfe“, in der es u.a. mit einer ersten „Ideenpräsentation“ von Mathias Ochs um systemische Forschung in diesem Bereich ging, die vor allem das Thema Kooperation zum Thema haben wird; ein spannendes und vor allem wichtiges Zukunftsthema!
Abends war das Tagungsfest ein weiteres Highlight. Nach absolut gelungener kabarettistischer Rückschau auf die einzelnen Themen und Veranstaltungen der Tagung folgten ein schönes Buffet und vor allem eine hervorragende Band, der es gelang, dass sich die große Mehrzahl der Gäste auf der Tanzfläche geradezu verausgabte und bis in die frühen Morgenstunden feierte. Garniert wurde das alles durch das erwähnte Riesenfeuerwerk für Wilhelm Rotthaus und Friedebert Kröger über der Donau.
Dies hielt aber fast keinen davon ab, zum spannenden letzten Teil am Samstagvormittag wieder präsent und wach zu sein. Nach sechs Vorträgen zu den thematischen Pfaden Supervision, „Alter“, Familie, Resilienz und Gender wartete nach der Verleihung des Maria-Bosch-Preises der Vortrag „Zum Menschenbild in der systemischen Therapie“ von Kurt Ludewig auf die gespannten Teilnehmer.
Die Komplexität war wie zu erwarten hoch und der Hinweis auf die Möglichkeit des Nachlesens im Internet erwies sich als mehr als wertvoll. Die von Kurt Ludewig zitierte „komplexitätserhaltende Komplexitätsreduktion“ ist ihm dabei voll gelungen und für Viele waren seine Ausführungen gerade zu  einem solchen bedeutsamen Grundsatzthema und vor allem mit einer Fokussierung auf den theoretischen Hintergrund dessen, was in den zahllosen Praxisbeispielen der letzten Tage präsentiert worden war, es ein wichtiger Abschluss der Tagung. Klar war jedenfalls: Ohne Du kein Ich, ohne du und ich kein wir, ohne Klient kein Therapeut und ohne uns und unsere Kunden keine systemische DGSF-Community in Ulm…
Der noch frische Rückblick lässt eine erfolgreiche, wert- und gehaltvolle Tagung mit viel erkennbarer Mühe im Vorfeld und Liebe zum Detail erkennen. Den Veranstaltern vom WMC und dem DGSF-Vorstand gebührt Dank und für die nachfolgenden Ausrichter von DGSF-Tagungen dürfte die Latte mal wieder hoch liegen.
Gespannt also, und - im Hinblick auf das Team des ifs Essen um Reinert Hansville – sowohl beruhigt wie vorfreudig darf auf Essen geschaut werden, wo vom 10.-13.9.2008 die nächste DGSF-Tagung zum Thema „Systemische Hirngespinste – Neurobiologische Impulse und andere Ideen für die Systemische Theorie und Praxis“ stattfinden wird!



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