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30.05.2006
Mehr als 11 Mio. Menschen unter der Armutsgrenze
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Steigende Armut in Deutschland - Expertenkonferenz am 1. Juni 2006 in Berlin
Deutschland verarmt immer mehr! Laut Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung ist die Armutsquote bis zum Jahr 2003 auf 13,5% angestiegen, d.h. mehr als 11 Mio. Menschen lebten in diesem Jahr unter der Armutsgrenze. Der Sektor der working poor nimmt zu – gegenwärtig haben etwa 3 Mio. Menschen eine Arbeit, von der sie nicht leben können. Trotz oder wegen Hartz IV? Als Folge der Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe beziehen derzeit (April 2006) rund 5,2 Mio. Personen das neue Arbeitslosengeld II und leben mehr als 7 Mio. Menschen in Bedarfsgemeinschaften von ALG II-Empfängern. Die Zahl der überschuldeten Privathaushalte weist einen kontinuierlichen Anstieg auf über 3 Millionen auf. Armut ist ein nicht mehr zu übersehender Teil der sozialen Realität geworden – in Deutschland wie im erweiterten Europa. Die Konferenz wird sich mit der Frage befassen, wie eine Politik der sozialen Integration künftig aussehen soll. Das betrifft die kommunale und Länderebene ebenso wie die Bundesund die europäische Ebene. Im Vordergrund der Konferenz wird dabei die Frage stehen, wie das Zusammenwirken der verschiedenen Ebenen und Akteure verbessert und eine integrierte Strategie der Armutsbekämpfung entwickelt und umgesetzt werden kann. Die Konferenz wird veranstaltet vom Projektverbund „Soziale Integration in Deutschland – zusammen mehr erreichen“
Wir laden dazu interessierte Medienvertreter herzlich ein.
Ansprechpartner Presse: Thomas Gawlitta: thomas.gawlitta@berlinpolis.de
fon: +49-30-44047805, mobil: +49-170-3813517 fax: +49-30-44047806
Über den Projektverbund
Der Projektverbund besteht aus dem Evangelischen Fachverband Arbeit und Soziale Integration e.V. (EFAS), der Fachhochschule Darmstadt (FHD), der Nationalen Armutskonferenz (NAK/EAPN Germany), dem Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e. V. und der Lawaetz-Stiftung. Die Projektträger wollen dazu beitragen, dass Bund, Länder, Kommunen, Zivilgesellschaft und Sozialpartner gemeinsam ihre Anstrengungen intensivieren, um Armut und sozialer Ausgrenzung zu reduzieren. Die Europäische Kommission fördert das Projekt, weil sich alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union zu europaweiten Zielen zur Förderung der sozialen Integration verpflichtet haben und hierfür Nationale Aktionspläne zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung (NAPinclusion) verabschieden. Der Deutsche Aktionsplan wird derzeit vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales ausgearbeitet und soll im September der Fachöffentlichkeit und der Europäischen Kommission präsentiert werden.
Quelle: News Sozial 30.5.2006
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