Psychische Krankheiten und Suizid gehören zu den
verbliebenen Tabuthemen in der Gesellschaft. Fast immer stoßen
Betroffene und Angehörige auf eine Mauer des Schweigens - über
psychische Gesundheitsprobleme wird nicht gern gesprochen. Dabei treten
sie nicht selten auf. Jeder dritte Europäer durchlebt einmal in seinem
Leben eine psychische Krise, bei etwa vierzig Prozent der Betroffenen
besteht die Gefahr eines langjährigen, chronischen Verlaufs. Das
Wissen der Bevölkerung über psychische Erkrankungen ist in den letzten
Jahren gestiegen. Dennoch ist die öffentliche Einstellung zu Menschen
mit schweren psychischen Gesundheitsproblemen in den letzten
Jahrzehnten noch ablehnender geworden.
In Kooperation mit dem
Leipziger Verein Irrsinnig Menschlich e.V. und dem Berliner
Programmveranstalter EYZ will das bundesweite Filmfestival
AUSNAHME|ZUSTAND ein Podium für das Thema seelische Erkrankungen
schaffen. Das Festival wurde am 27.4. in Berlin, Kiel, Leipzig,
Hamburg und München gestartet und tourt von Mai bis Oktober 2006 in
folgenden Städten durch Deutschland: Aschaffenburg, Augsburg, Berlin, Bielefeld, Bonn,
Bremen, Chemnitz, Cottbus, Darmstadt, Deggendorf, Demmin, Dresden,
Düren, Düsseldorf, Elmshorn, Emden, Erlangen, Essen, Flensburg,
Frankfurt am Main, Freiburg, Fulda, Giessen/Lich, Göttingen, Gütersloh,
Halle, Hamburg, Hannover, Heidelberg, Ingolstadt, Jena, Jülich,
Kaiserslautern, Karlsruhe, Kassel, Kiel, Koblenz, Köln, Landau in der
Pfalz, Langen, Leipzig, Lübeck, Lüneburg, Lörrach, Magdeburg, Mainz,
Mannheim/Ludwigshafen, Marburg, Mülheim an der Ruhr, München, Münster,
Nürnberg, Oldenburg (Oldb.), Potsdam, Remscheid, Rostock, Saarbrücken,
Schwerin, Stuttgart, Trier, Tübingen, Ulm, Wiesbaden, Wismar, Wolfsburg
Die Filme Acht
aktuelle internationale Dokumentarfilme aus Deutschland, den USA,
Frankreich, der Schweiz, Italien und Norwegen, die sich auf sehr
unterschiedliche Weise mit seelischen Krisen auseinandersetzen, werben
für Offenheit, Dialog und Verständnis - gegen Vorurteile
Diskriminierung und Ausgrenzung. Ihre Protagonisten: Menschen mit
psychischen Erkrankungen, auf der Suche nach ihrer eigenen Identität im
Spannungsfeld zwischen neugierigem Interesse und gesellschaftlicher
Stigmatisierung.
Gespräche In den Kinos kann das Publikum mit Menschen, die psychische Krankheit durchgemacht haben, Angehörigen und Experten diskutieren.
Kino-Kultur-Digital Das innovative Netzwerk der digitalen Programmkinos in Deutschland präsentiert die Festivalfilme in herausragender Qualität.
Kooperationspartner sind unter anderen: Bündnisse gegen Depression: Berlin, Rostock, Flensburg, Düren, Düsseldorf, Lübeck; Selbsthilfeorganisationen:
BApK, LVPe Rheinland-Pfalz, „Mut zum Anderssein“, VPe Bielefeld; „Wege“
e.V. Leipzig; Psychose-SHG „Normalos“ Düsseldorf Antistigma-Gruppen:
„Irre menschlich“ Hamburg, BASTA - das Bündnis für psychisch erkrankte
Menschen München, Antistigma Düsseldorf; Antistigma-Kampagne-Münster, SHG Angehöriger psychisch kranker Menschen Kaiserslautern Gemeindepsychiatrische Träger: Dachverband Gemeindepsychiatrie, Bonn, Brücke
Schleswig-Holstein gGmbH , Brücke Lübeck gGmbH, Brücke Flensburg GmbH,
Gesop Sachsen; Boot e.V.- Emden, Gemeinschaftswerk für Menschen mit
Behinderungen GmbH „Lotse“ Kaiserslautern, Rubin-GmbH Kaiserslautern,
Zoar Wohnanlage „Am Volkspark“ Kaiserslautern
Alles über die Initiatoren und das Programm ist im ausführlichen Presseheft zu lesen.
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