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22.09.2005
Neues zum Depressionsbarometer
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Das Management Zentrum Witten der Universität
Witten/Herdecke präsentierte gemeinsam mit den Story Dealern von
EXPEDERE Berlin und der idalab GmbH eine erste Zwischenbilanz zum
Deutschen Depressionsbarometer und die Aufstellung des realen
Depressionsbarometers vor der Volksbühne Berlin.
über 77.000 Menschen haben seit dem 5.7.2005 bis heute online die
sieben Fragen aus der klinischen Psychiatrie beantwortet und damit
Auskunft über ihren Seelenzustand gegeben.
Derzeit (14.9.) steht das Barometer bei 18,1 Punkten, einem Wert, der
ein gutes Stück unter dem errechneten Mittelwert von 33,7 Punkten liegt
und auf ein relatives Stimmungshoch der Deutschen schließen lässt. Wie
lässt sich die derzeitige verbesserte Stimmungslage erklären?
„Depression ist immer ein Ausdruck der Hilflosigkeit und
Autoaggression. Wenn die Depression gegen Dritte gerichtet werden kann
(und nicht gegen sich selbst), dann hat das anti-depressive Wirkung.
Möglicherweise handelt es sich hierbei um die Vorfreude auf die
Bundestagswahl, bei der man es „denen da“ (wer immer das im Einzelfall
sein mag) so richtig geben kann“, sagt Fritz B. Simon, Vorsitzender des
wissenschaftlichen Beirats des Depressionsbarometers. Betrachtet man
nicht ausschließlich den aktuellen Wert, sondern die Entwicklung des
Index im Zeitverlauf, muss man allerdings zu dem Schluss kommen, dass
„die gefühlte Situation der Menschen und die Erwartungen an die Zukunft
in Deutschland tendenziell negativ sind. Und das wirkt sich natürlich
auch drastisch auf die Wirtschaft aus“, fährt Simon fort.
Die Teilnehmer des Depressionsbarometers sind im Vergleich zu den
Internetnutzern in Deutschland häufiger Männer: 64% der Befragten des
Depressionsbarometers sind männlich, der Anteil der männlichen
Internetnutzer liegt hingegen bei 55%. Ältere Teilnehmer über 60 Jahre
sind mit 5% der Antwortenden wesentlich seltener vertreten als es ihrem
Anteil an der deutschen Bevölkerung (31%) oder der Internetnutzer
(11%) entsprechen würde. Die Teilnehmer des Depressionsbarometers sind
außerdem signifikant besser gebildet als die Bevökerung – 44% verfügen
über Abitur oder einen Hochschulabschluss.
Malte Friedrich-Freksa, Marktforschungsexperte und Mitglied des
Beirats, wies im Zuge der Präsentation der Ergebnisse darauf hin, dass
Männer über 60 die glücklichsten Deutschen sind. Frauen im Alter von 20
bis 30 Jahren zeigen ebenfalls niedrigere Werte als der Durchschnitt
und sind guter Stimmung. Frauen über 60 hingegen sind am
unglücklichsten, sie erzielen in der Befragung die höchsten
Depressionswerte. Ferner machen die Ergebnisse deutlich, dass mit
höherem Bildungsstand die Stimmung steigt und die Depressionswerte
abnehmen. Ebenso gilt: je höher das Einkommen, desto geringer ist der
Depressionsindex.
Den ausführlichen Zwischenbericht als PDF können Sie hier ansehen
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