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27.06.2005

Neues über den Begründer der Kybernetik Norbert Wiener
In der Juli-Ausgabe der New York Book Review ist eine interessante und ausführliche Buchbesprechung der Biografie von Norbert Wiener "Dark Hero of the Information Age: In Search of Norbert Wiener, the Father of Cybernetics" vom Autorenduo Flo Conway and Jim Siegelman zu lesen, die bei Basic Books erschienen ist und die Persönlichkeit von Norbert Wiener in den Mittelpunkt der Darstellung rückt.
Norbert Wiener, 1894 geboren, war in gewisser Weise Opfer eines überaus ehrgeizigen Projektes seines Vaters Leo, der als Professor für slawische Sprachen überhaupt der erste Jude war, der in Harvard zum Professor ernannt wurde, und seine ganze Ambition in die wissenschaftliche Entwicklung seines Sohnes legte. Norbert Wiener wurde bereits im Alter von 11 Jahren zum Mathematik-Studium immatrikuliert und schloss mit 14 da Studium ab. Mit 18 hatte er seine Promotion in mathematischer Logik vollbracht und galt weithin als Wunderkind. Dann verbrachte er 30 Jahre als Lehrer am berühmten MIT in Harvard, jedoch ohne nennenswerte öffentliche Resonanz. Erst in seinen letzten beiden Lebensjahrzehnten  nach dem Ende des zweiten Weltkrieges bis zu seinem Tod 1964 erlangte er internationalen großen Ruhm, zunächst vor allem durch sein entschiedenes politisches Auftreten gegen die Kriegsverbrechen des Atombombenabwurfes über Hiroshima und Nagasaki (nachdem er aktiv an der Entwicklung von Steuerungssystemen für die amerikanische Luftwaffe mitgewirkt hatte), zunehmend aber auch als "Vater der Kybernetik".
Das Buch behandelt auch ausführlich die persönliche Tragödie seines Lebens, vor allem auch die problematische, von seinen Eltern eingefädelte Ehe mit seiner Frau Margaret, einer (aus Deutschland mit 14 emigrierten!) Hitlerbewunderin, die die gemeinsamen Töchter offenbar dermaßen mit sexuellen Verdächtigungen verfolgte, dass diese weitgehend den Kontakt mit den Eltern abbrachen. Auch die enge wissenschaftliche Freundschaft mit einem anderen Pionier der Systemtheorie, Warren McCullough, war seiner Frau dieser Biografie zufolge ein Dorn im Auge und wurde mit einer Intrige von ihr zerstört, ohne dass McCullough jemals den wahren Grund erfahren konnte.

Hier der Link zu dieser Besprechung



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