In einem Artikel für die Frankfurter Rundschau vom
20.5.2005 nimmt der Professor für Soziologie und Systemtheoretiker
Peter Fuchs Stellung gegen das Buch des Journalisten Alexander von
Schönburg "Die Kunst, stilvoll zu verarmen" (erschienen im Rowohlt
Berlin Verlag), das in der aktuellen Sachbuchliste des "Spiegel" auf
Rang 4 steht (und damit vorerst die schlimmste Armut des Autors
gemildert haben dürfte). Von Schönburg wird demnächst Chefredakteur der
Zeitschrift "Park Avenue".
Aus dem Artikel:
"Auf der einen Seite wächst die Zahl der Menschen, die nicht wissen,
wie sie mit ihren Kindern durch ihre Lebenswochen kommen sollen,
Menschen, die Tag für Tag erleben, wie es ist, um die Bezahlung der
Schulden, der Stromrechnung, der Miete, des Klassenausfluges, der
Schultüte, der Kleidung… kämpfen zu müssen, und auf der anderen Seite
tauchen Autoren auf, die die Verarmung in einen spezifischen Lifestyle
transformieren und goutieren wollen. …
Der Klamauk der Kapitalismusdebatte (die bisher ohne jeden Blick auf
moderne gesellschaftstheoretische Möglichkeiten ablief) wird
seinerseits gespiegelt in der Zumutung, man könne das banal Arme vom
stilvoll Armen unterscheiden. Ich gebe zu, ich habe das alles nicht
lesen können ohne das Empfinden einer extremen Peinlichkeit."
Lesen Sie den vollständigen Artikel in der Internet-Ausgabe der FR vom 20.5.2005
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