Start
Bücher
Neuvorstellungen
kurz vorgestellt
Klassiker
Vorabdrucke
Zeitschriften
Familiendynamik
Konfliktdynamik
Journ. of Fam.Ther.
Family Process
Kontext
OSC
perspekt. mediation
Psychoth. im Dialog
Psychother.Soz.Wiss.
rpm
Soziale Systeme
systeme
System Familie
systhema
ZSTB
Links
Beiträge
Feldpost
Salon
Interviews
Nachrufe
Glossen
Luhmann-Special
Kongressgeschichten
"Das erste Mal"
Begegnungen
Blinde Flecke
Mauerfall 1989
Von Klienten lernen
Bibliothek
edition ferkel
Berichte
Nachrichten
Kalender
Newsletter
Konzept
Institute
Info
Autoren
Kontakt
Impressum
Druckversion Druckversion
Copyright © 2013
levold system design
Alle Rechte vorbehalten.
systemagazin logo

Nachrichten zur Nachrichtenübersicht
11.05.2005

Ernst von Glasersfeld: Trend zur Religion deprimierend
Realität wird schnell zur Religion.
I
n der "Presse" vom 11.5.2005 findet sich ein Interview von Michael Fleischhacker mit einem der Begründer des radikalen Konstruktivismus, Ernst von Glasersfeld über den Wahrheitsdrang der Evolutionsbiologen und das Tragische an Popper.



Auszug aus dem Interview:


Sie haben wiederholt gesagt, dass der Realismus richtig "gefährlich" werden könne. Wie?

Glasersfeld: Der Realismus wird gefährlich, wenn es Leuten gelingt, andere davon zu überzeugen, dass sie die absolute Wahrheit haben. Die neigen dann dazu, andere zu zwingen, das auch zu glauben. Es wird wie eine Religion.

Der radikale Konstruktivismus scheint so etwas wie ein Denksport für Intellektuelle zu sein. Der Normalbürger kann sich nicht immer bewusst halten, dass er es nicht mit der Realität zu tun hat, sondern bestenfalls mit "viablen", gangbaren Modellen.

Glasersfeld: Das ist ja der Witz. Meiner Meinung nach kann man mit diesem Zugang besser leben als mit anderen. Vor allem, weil man nicht die enormen Enttäuschungen hat, wenn etwas nicht funktioniert. Vom konstruktivistischen Standpunkt aus ist zu erwarten, dass etwas nicht immer funktioniert. Schön, dann versucht man es anders. Man kann sehr gut aufwachsen ohne den festen Glauben, dass man die Welt erkennt. Weil ich durch Zufall mit mehr als einer Sprache aufgewachsen bin, war mir früh klar, dass das, worüber man in einer Sprache redet, nicht die gleiche Welt ist, über die man in einer anderen Sprache redet.

Das vollständige Interview finden Sie in der Online-Ausgabe von "die Presse".



Suche
Heute ist der
Aktuelle Nachrichten
15.06.2014
Die Systemische Gesellschaft sucht zum 1. Januar 2015 neue Geschäftsführung
10.04.2014
W 3 Endowed Professorship for Systemic Family Therapy in Freiburg
08.04.2014
Gesundheitsausgaben 2012 übersteigen 300 Milliarden Euro
28.01.2014
Fast jede zweite neue Frührente psychisch bedingt
17.12.2013
Diagnose Alkoholmissbrauch: 2012 wieder mehr Kinder und Jugendliche stationär behandelt

Besuche seit dem 27.1.2005:

Counter