Start
Bücher
Neuvorstellungen
kurz vorgestellt
Klassiker
Vorabdrucke
Zeitschriften
Familiendynamik
Konfliktdynamik
Journ. of Fam.Ther.
Family Process
Kontext
OSC
perspekt. mediation
Psychoth. im Dialog
Psychother.Soz.Wiss.
rpm
Soziale Systeme
systeme
System Familie
systhema
ZSTB
Links
Beiträge
Feldpost
Salon
Interviews
Nachrufe
Glossen
Luhmann-Special
Kongressgeschichten
"Das erste Mal"
Begegnungen
Blinde Flecke
Mauerfall 1989
Von Klienten lernen
Bibliothek
edition ferkel
Berichte
Nachrichten
Kalender
Newsletter
Konzept
Institute
Info
Autoren
Kontakt
Impressum
Druckversion Druckversion
Copyright © 2013
levold system design
Alle Rechte vorbehalten.
systemagazin logo

Nachrichten zur Nachrichtenübersicht
10.05.2005

DJI-Kinderpanel - erste Ergebnisse
Wie Kinder in Deutschland leben und aufwachsen ist Thema der großen repräsentativen Verlaufsuntersuchung des Deutschen Jugendinstituts, des DJI-Kinderpanel. Ergebnisse der ersten Befragungswelle mit über 2.000 Familien sind nun in zwei Publikationen veröffentlicht. Befragt wurden nicht nur mehr als 1.000 Kinder, sondern auch 2.200 Mütter und 1.300 Väter.

Gutes Familienklima und Reibereien
Die Ergebnisse zeigen, dass das emotionale Klima in den meisten Familien recht positiv ist. Die meisten Kinder fühlen sich in Familie und Freundeskreis wohl. In der positiven Einschätzung des Familienklimas unterscheiden sich weder Einzel- und Geschwisterkinder noch Kinder aus traditionellen oder alternativen Familienformen. Jedoch gehören auch Konflikte zum Familienalltag: Neun von zehn Müttern, Vätern und Kindern berichten von häuslichen Auseinandersetzungen, die sich oft am Aufräumen des Kinderzimmers entzünden.

Positives Selbstbild überwiegt
Fast alle 8- bis 9-Jährigen finden sich selbst "okay" und sind meist gut gelaunt. Sie erleben sich sozial und kognitiv als sehr aufgeschlossen, probieren gerne Neues aus, lernen gerne neue Kinder kennen, haben viele Ideen und glauben, sich gut in andere hinein versetzen zu können. Auch die befragten Eltern beschreiben ihre Kinder ähnlich positiv. Für viele Kinder sind jedoch auch Kummer und Enttäuschung eine normale Erfahrung: Drei Viertel der 8- bis 9-Jährigen sind manchmal traurig oder ängstlich, die Hälfte fühlt sich manchmal allein. Die Eltern nehmen diese Gefühle bei ihren Kindern nicht so häufig wahr, ganz im Gegensatz zu Ausdrucksformen wie Wut auf andere, die ein Viertel der Kinder äußert, oder Lust am Raufen, die ein Drittel der Jungen und jedes sechste Mädchen äußern.

Aufwachsen zwischen Villenviertel und Trabantenstadt
Im räumlichen Umfeld der Kinder und der Region, in der sie leben, manifestiert sich soziale Ungleichheit sehr deutlich. Das Wohnumfeld ist bei einem Drittel der Kinder nicht kindgerecht: die elterliche Wohnung ist klein und schlecht ausgestattet, die nähere Umgebung bietet wenig Spielmöglichkeiten, das Umfeld enthält eine hohe Verkehrsbelastung. Ein weiteres Drittel der Kinder wächst dagegen in ausgesprochen günstigen Verhältnissen auf. Die Wohnqualität hängt in hohem Maße vom Einkommen der Eltern ab. Kinder aus einkommensschwachen Familien sind häufig benachteiligt. Auf dem Land und in Westdeutschland finden Kinder darüber hinaus oft günstigere Wohnverhältnisse vor als in der Stadt und im Ostteil des Bundesgebietes.

Als zentrales Ergebnis des DJI-Kinderpanel kann schon jetzt festgehalten werden: Ein positives Familienklima und eine günstige Wohnumgebung gehen mit einem positiveren Selbstbild und größerer Aufgeschlossenheit der Kinder einher. (2801 Zeichen einschl. Leerzeichen)

 Weitere Informationen:
 www.dji.de/kinderpanel

Christian Alt (Hrsg.):  Kinderleben - Aufwachsen zwischen Familie, Freunden und Institutionen
Band 1: Aufwachsen in Familien.
ISBN 3-8100-4097-5.
26,90 €

Band 2: Aufwachsen zwischen Freunden und Institutionen. ISBN 3-531-14630-4. 29,90 €
VS Verlag für Sozialwissenschaften 2005

Kontakt:
Deutsches Jugendinstitut e.V.
Dr. Barbara Keddi
Nockherstr. 2
81541 München

fon: +49-89-62306-281 oder 244

mail: keddi@dji.de
web: www.dji.de


© 1995-2005 Informationsdienst Wissenschaft e.V.



Suche
Heute ist der
Aktuelle Nachrichten
15.06.2014
Die Systemische Gesellschaft sucht zum 1. Januar 2015 neue Geschäftsführung
10.04.2014
W 3 Endowed Professorship for Systemic Family Therapy in Freiburg
08.04.2014
Gesundheitsausgaben 2012 übersteigen 300 Milliarden Euro
28.01.2014
Fast jede zweite neue Frührente psychisch bedingt
17.12.2013
Diagnose Alkoholmissbrauch: 2012 wieder mehr Kinder und Jugendliche stationär behandelt

Besuche seit dem 27.1.2005:

Counter