In der taz vom 20.4.05 nimmt Philipp Gessler die Pabstwahl von Kardinal Ratzinger aufs Korn. Aus dem Text:
"'Es wird oft als Fundamentalismus bezeichnet, wenn man einen klaren
Glauben auf den Grundlagen der Kirche vertritt, während der
Relativismus, also das Hin- und Hertreiben in jedwedem Wind der
Doktrinen, als einzige Haltung dargestellt wird, die heute Gültigkeit
hat.' Das ist Reaktion pur. Ratzinger hat sich für Europa mit einer
Kirche abgefunden, die die reine Lehre verteidigt, auch wenn dann nur
noch eine Minderheit sie hört.
… Kurz nach seiner Wahl sagte Ratzinger, der sich Benedikt XVI. nennt,
zu den Gläubigen auf dem Petersplatz: 'Ich bin nur ein einfacher
demütiger Arbeiter im Weinberg des Herrn.' Einfach ist er nicht,
demütig kaum - und ein Arbeiter ist der Intellektuelle auch nicht. Die
Kirche geht schweren Zeiten entgegen.
Den vollständigen Text lesen Sie in der Internet-Ausgabe der TAZ.
Und wer sich ein genaueres Bild von Ratzingers Programm als Pabst machen möchte, wird hier mir seiner ersten Predikt als Benedikt bedient…
|