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14.03.2005
Der Vater als Mörder. Auseinandersetzung mit der familiären Vergangenheit
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Der Historiker und Journalist Martin Jander (Berlin)
hat ein aufwühlendes Interview mit Beate Niemann über ihre Recherchen
über die Beteiligung ihres Vaters an den Massenmorden des
Nationalsozialismus geführt, das am Samstag, dem 12.3.05 in der taz
erschienen ist.
"Beate Niemann, geboren 1942 in Berlin, 1962-1963 Ausbildung zur
Auslandskorrespondentin, Arbeit bei amnesty international und als freie
Vollzugshelferin in der Strafanstalt Berlin-Tegel. Berufliche
Tätigkeiten beim Diakonischen Werk und der Evangelischen
Kirchengemeinde Berlin-Schlachtensee.
Beate Niemanns Vater war Bruno Sattler, der während des
Nationalsozialismus als Angehöriger der Gestapo für die Ermordung
zehntausender Menschen verantwortlich war. In der Familie wurde
hierüber nie gesprochen. Lange Zeit hat Beate Niemann versucht, ihren
seit 1947 in der DDR inhaftierten Vater frei zu bekommen und nach
seinem Tod zu rehabilitieren. Seit der Öffnung der Akten des
Ministeriums für Staatssicherheit begann sie, genauer nachzuforschen:
Warum war der Vater nie von der Bundesrepublik freigekauft worden? Die
ganze Wahrheit zu akzeptieren, war ein langer Prozess. Inzwischen hat
Beate Niemann die Verbrechen ihres Vaters minutiös erforscht und
dokumentiert. Im Verlag Hentrich & Hentrich soll in diesem Jahr
Beate Niemanns Buch erscheinen, "Der gute Vater. Bruno Sattler. Mein
Leben mit seiner Vergangenheit".
Zum vollständigen Interview in der Internet-Ausgabe der taz können Sie hier lesen
Im Archiv des WDR gibt es einen Link zu einem Film über Beate Niemann
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