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25.01.2005
Die seelische Notlage kommt oft zu kurz: Deutsche Gesellschaft für systemische Therapie und Familientherapie (DGSF) empfiehlt Beratung vor Vaterschaftstest
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| In der Diskussion über heimliche Vaterschaftstests geht es um hoch
emotionale Themen wie Treue, Zweifel, Misstrauen, Persönlichkeitsrechte
und nicht zuletzt um Geld. Die seelische Not der Betroffenen kommt
dabei allerdings häufig zu kurz, meint die Deutsche Gesellschaft für
Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF): Der Verband empfiehlt
ein professionelles Beratungsgespräch vor dem Test.
Die Not der Betroffenen werde schnell zu einer persönlichen Krise, die
schon vor dem Test durch Zweifel und Misstrauen in der Partnerschaft
eskalieren könne, so die DGSF. Das Testergebnis – wie auch immer es
ausfalle – werfe neue Fragen auf: Wie kann die Beziehung zum Kind
weiter gestaltet werden? Wie soll sich die Partnerschaft entwickeln?
Was bedeuten die Informationen für das Kind? Und was heißt es für den
Betroffenen, plötzlich nicht mehr leiblicher Vater oder – entgegen
aller Zweifel – es nun doch zu sein?
Jedes Testergebnis – positiv oder negativ – müsse bewältigt werden im
eigenen Leben, in der Beziehung zum Kind und in der Beziehung zur
Partnerin. Die Konsequenzen für das eigene Leben und für die Beziehung
seien vorher mitunter kaum abzuschätzen. Deshalb rät der Verband der
Familientherapeuten, vor dem Test professionelle Beratung in Anspruch
zu nehmen. Ärztliche und psychologische Psychotherapeuten und
entsprechend qualifizierte Berater – zum Beispiel in städtischen oder
konfessionellen Beratungsstellen – können geeignete Ansprechpartner für
die Betroffenen sein. Über die Internetseiten des Verbandes –
www.dgsf.org – sind Berater und Therapeuten mit familientherapeutischer
Weiterbildung sowie Beratungsstellen zu finden.
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